Seit Jahresbeginn hat SK Hynix seinen Kurs mehr als verdoppelt. Jetzt kommt Gegenwind — ausgerechnet von Samsung.
Die Aktie gab am Dienstag rund fünf Prozent nach und schloss bei 1.745.000 Won. Auslöser war die Nachricht, dass Samsung die finalen Qualitätstests für HBM4-Chips bei Nvidia und AMD bestanden haben soll. Eine Vollversorgung könnte bereits im Juni beginnen. Für SK Hynix, das bislang rund 70 Prozent der Nvidia-HBM-Bestellungen abdeckt, ist das eine direkte Herausforderung.
Samsung holt auf — aber noch nicht ganz
Samsungs Ausbeute bei HBM4 liegt derzeit unter 60 Prozent. SK Hynix erreicht mit seiner 1c-DRAM-Technologie bereits 80 Prozent. Dieser Vorsprung ist real. Allerdings hat Samsung die Qualifikation für Nvidias Vera-Rubin-Plattform gesichert — ein wichtiger Schritt in die Lieferkette.
Sollte Samsung im zweiten Halbjahr 2026 die Massenproduktion von HBM4 hochfahren, könnte SK Hynix‘ Marktanteil auf 50 bis 60 Prozent sinken. Ob das gelingt, dürfte sich im vierten Quartal 2026 entscheiden.
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Neue Fabrik, rekordverdächtige Margen
SK Hynix prescht parallel mit eigenem Kapazitätsausbau vor. Im Mai 2026 nimmt die erste Reinraumanlage der neuen M15X-Fabrik den Betrieb auf. Mehr als 20 Billionen Won hat das Unternehmen in das Werk investiert. Dort sollen HBM3E, HBM4 und künftig auch HBM4E gefertigt werden. Die Massenproduktion aus diesem Reinraum soll rund sechs Monate nach Anlauf beginnen — also etwa im November.
Das Fundament dafür ist stark. Im ersten Quartal 2026 erzielte SK Hynix einen Umsatz von 52,58 Billionen Won, ein Plus von 198 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die operative Marge lag bei 72 Prozent — mehr als Nvidias 65 Prozent und ein neuer Branchenrekord. DRAM, NAND und HBM sind nach eigenen Angaben vollständig ausverkauft.
Strukturelle Knappheit als Rückenwind
Der Markt bleibt angespannt. Goldman Sachs hob im April seine Prognose für die DRAM-Angebotslücke 2026 auf 4,9 Prozent an — die engste Versorgungslage seit 15 Jahren. Neue Kapazitäten brauchen vier bis fünf Jahre Vorlaufzeit. SK-Group-Chairman Chey Tae-won rechnet mit einer globalen Chip-Knappheit bis mindestens 2030.
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Microsoft, Google und Amazon sollen SK Hynix bereits Investitionsangebote gemacht haben, um sich HBM-Kapazitäten für die kommenden Jahre zu sichern.
Bewertung spaltet Analysten
UBS erhöhte sein Kursziel im Mai auf 1,7 Millionen Won und hob die Gewinnprognosen für 2026 und 2027 um 22 beziehungsweise 29 Prozent an. Die Bank spricht von einem Speicher-Superzyklus, wie er seit fast 30 Jahren nicht mehr zu beobachten war. SK Securities geht noch weiter: Das Haus setzt ein Kursziel von 3 Millionen Won — mehr als 50 Prozent über dem aktuellen Kurs. Begründung: Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 5,2 auf Zwölfmonatssicht sei für ein Unternehmen dieser Qualität zu niedrig, um es nach klassischen Zyklusmaßstäben zu bewerten.
Vom Allzeithoch bei knapp 1,976 Millionen Won ist die Aktie derzeit rund elf Prozent entfernt. Wie viel Aufholpotenzial bleibt, hängt maßgeblich davon ab, ob Samsung im Herbst liefert — oder erneut Verzögerungen meldet.
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