Bei SK Hynix trifft politische Diplomatie auf den knappsten Rohstoff des KI-Booms: HBM-Speicher. Eine hochrangige Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten besucht am 12. Mai die Chipwerke des Konzerns. Mit dabei sind Vertreter von ADIA und Mubadala, zwei Schwergewichte unter den Staatsfonds.
Der Besuch ist mehr als ein höflicher Termin. Die Emirate wollen offenbar näher an die Lieferkette für Speicherchips rücken, die große KI-Rechenzentren erst leistungsfähig macht.
Golfstaat sucht Zugriff auf HBM
Am 13. Mai folgt in Seoul das Korea-UAE-Forum für KI-Infrastruktur und Halbleiter. Dort geht es um Kooperationen bei Investitionen, Lieferketten und Rechenzentren. Der geplante Stargate-KI-Campus der VAE soll eine Kapazität von 5 Gigawatt erreichen.
Erste Vereinbarungen sehen vor, dass SK Hynix den benötigten HBM-Speicher für mit OpenAI verbundene Rechenzentren liefert. Genau dieser Speicher ist derzeit knapp. Große Technologiekonzerne konkurrieren um Zuteilungen, während neue KI-Cluster immer mehr Bandbreite brauchen.
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Die Delegation dürfte daher nicht nur Fabriken besichtigen. Im Raum stehen langfristige Lieferzusagen und mögliche gemeinsame Investitionen in zusätzliche Kapazitäten. Das Ziel: weniger Abhängigkeit von kurzfristigen Marktzyklen.
Rekordzahlen verschärfen den Engpass
Das Interesse trifft auf ein außergewöhnliches Quartal. Im ersten Quartal 2026 erzielte SK Hynix einen Rekordumsatz von 52,6 Billionen Won. Das war ein Plus von 198 Prozent zum Vorjahr.
Auch die Profitabilität sticht heraus. Der operative Gewinn erreichte 37,61 Billionen Won, die operative Marge lag bei 72 Prozent. Der Vorstand erklärte, die Kapazitäten für DRAM, NAND und HBM seien für den Rest des Jahres praktisch ausverkauft.
Diese Knappheit verändert die Bewertung der Aktie. Citigroup hob das Kursziel fast auf 3,1 Millionen Won an und verwies auf weiter steigende Speicherpreise in der zweiten Jahreshälfte 2026. Kein Wunder, dass der Markt die Aktie neu einordnet.
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Aktie kühlt nach Rally ab
Am Montag sprang der Kurs um 11,51 Prozent auf 1.880.000 Won. Im Tagesverlauf erreichte die Aktie 1.949.000 Won und hob die Bewertung kurz über 900 Milliarden Dollar.
Heute notiert der Titel bei 1.840.000 Won und damit 2,13 Prozent tiefer. Seit Jahresbeginn bleibt ein Plus von 171,79 Prozent stehen.
Die Bilanz liefert weiteren Rückenwind. Zum Quartalsende meldete SK Hynix eine Netto-Cash-Position von 35 Billionen Won. Die liquiden Mittel stiegen auf 54,3 Billionen Won.
Die Schulden sanken auf 19,3 Billionen Won. Die Verschuldungsquote lag bei 12 Prozent. Damit hat der Konzern finanziellen Spielraum, falls Kunden oder Partner mehr Kapazität schneller sichern wollen.
Am 13. Mai rückt das Forum in Seoul in den Mittelpunkt. Konkrete Liefergarantien oder gemeinsame Kapazitätspläne würden zeigen, wie eng die VAE ihre KI-Strategie künftig an SK Hynix binden wollen.
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