SoftBank hat ein neues Allzeithoch erreicht. Der Börsenwert des Konzerns liegt inzwischen bei mehr als 40 Billionen Yen, rund 252 Milliarden Dollar. In nur drei Tagen legte die Aktie um etwa 40 Prozent zu. Treiber sind vor allem die Hoffnungen rund um künstliche Intelligenz und die wachsende Bedeutung der Beteiligungen im Portfolio.
AI-Beteiligungen treiben die Bewertung
Der Markt spielt bei SoftBank derzeit vor allem zwei Karten: OpenAI und Arm. Der Konzern hält rund 13 Prozent an OpenAI. Der Einsatz wird auf 65 Milliarden Dollar geschätzt. Eine mögliche Börsennotierung von OpenAI im Herbst 2026 befeuert die Fantasie zusätzlich.
Auch Arm stützt die Story. Der Chipdesigner profitiert von der Nachfrage nach AI-Infrastruktur. Das schlägt direkt auf den Nettoinventarwert von SoftBank durch. Dieser erreichte zuletzt mit 47,7 Billionen Yen einen Rekord. Der Abschlag des Aktienkurses auf den Nettoinventarwert ist dabei kräftig gefallen, von 50 auf 17 Prozent.
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Für den Markt ist das ein wichtiger Punkt. Je kleiner der Abschlag, desto stärker spiegelt die Aktie den Wert der Beteiligungen wider. Genau diese Neubewertung treibt die Rally derzeit an.
Ausbau im Cloud-Geschäft
SoftBank will sich nicht nur über Beteiligungen definieren. Der Konzern baut auch das eigene Geschäft im AI-Computing aus. Im Oktober 2026 soll der Dienst „AI Data Center GPU Cloud“ starten.
Dabei setzt SoftBank auf Nvidia-Chips der Blackwell-Generation und auf eigene Software mit dem Namen „Infrinia AI Cloud OS“. Parallel dazu will der Konzern das Sharp-Sakai-Werk in Osaka zu einem spezialisierten Rechenzentrum für künstliche Intelligenz umbauen. Das passt zur Neocloud-Strategie, mit der SoftBank mehr Kontrolle über die Infrastruktur entlang der AI-Wertschöpfungskette gewinnen will.
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Rekordgewinn und frisches Fremdkapital
Auch operativ meldete SoftBank zuletzt starke Zahlen. Der Jahresgewinn vor Sondereffekten und Steuern erreichte einen neuen Rekord und lag bei mehr als 5 Billionen Yen. Das unterstreicht, wie stark die Beteiligungen und die jüngste Markterholung durchschlagen.
Parallel dazu ordnet der Konzern seine Finanzierung neu. SoftBank hat in Japan Hybridanleihen über 260 Milliarden Yen beantragt. Das Geld soll USD-denominierte Hybridnotes refinanzieren, die im Juli 2027 fällig werden. Die neuen Papiere laufen 35 Jahre und können ab 2031 vorzeitig zurückgezahlt werden. Sie richten sich an institutionelle und private Anleger.
Die Mischung aus AI-Phantasie, Arm-Stärke und einer engeren Bewertung des Beteiligungsportfolios hält die Aktie auf Rekordkurs. Entscheidend wird nun, ob OpenAI den erwarteten Börsengang tatsächlich anstößt und SoftBank den Ausbau seiner Rechenzentrumsstrategie bis Oktober 2026 sauber umsetzt.
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