SoftBank bewegt sich auf mehreren Fronten gleichzeitig. Konzernchef Masayoshi Son treibt den Umbau des Konglomerats zur KI-Organisation mit Nachdruck voran — mit einer Führungsreform, einem milliardenschweren Energiedeal und rekordverdächtigen Anleiheemissionen innerhalb weniger Tage.
Doppelrolle für Arm-Chef Haas
Im Zentrum der Führungsreform steht Rene Haas, CEO des Chipdesigners Arm. Laut einem Bericht der Financial Times vom 9. April soll er künftig auch wesentliche Teile von SoftBanks internationalem Geschäft leiten — darunter Halbleiter, künstliche Intelligenz und möglicherweise Robotik. Seine bisherige Rolle bei Arm würde er dabei behalten.
Die Ernennung war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht von den Aufsichtsräten beider Unternehmen genehmigt. Sollte sie kommen, würde Haas zu Sons engsten operativen Vertrauten aufsteigen.
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Direkt verknüpft ist die Personalie mit Project Izanagi — SoftBanks internem Vorhaben, KI-fähige Chips für Smartphones und Rechenzentren zu entwickeln und damit in direkte Konkurrenz zu Nvidia zu treten. Arm hatte erst vergangenen Monat einen neuen KI-Rechenzentrum-Chip vorgestellt, der laut Unternehmensangaben Milliarden an Zusatzumsatz bringen soll. Die Arm-Aktie legte seitdem mehr als zehn Prozent zu.
Einstieg bei TEPCO und Rekordemissionen
Parallel dazu bewirbt sich SoftBank gemeinsam mit dem US-Investor Blackstone um eine Kapitalbeteiligung an Tokyo Electric Power (TEPCO), dem größten Energieversorger Japans. Auch Apollo Global Management hat Interesse angemeldet. Das Investitionsvolumen könnte laut Berichten sechs Milliarden Dollar übersteigen.
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TEPCO sucht Kapitalpartner, um den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren zu decken und die Energieversorgung zu dekarbonisieren. Für SoftBank geht es dabei um gesicherten Strom für künftige KI-Projekte. Der Auswahlprozess unter den Bewerbern könnte nach Angaben eines TEPCO-Vertreters rund ein Jahr dauern.
An den Kapitalmärkten agierte SoftBank unterdessen ebenfalls aktiv. Die Mobilfunktochter platzierte am 10. April ihre erste Euro-Anleihe mit sechs- und zehnjähriger Laufzeit — und erzielte Gebote von mehr als 4,2 Milliarden Euro. Die Muttergesellschaft emittierte zudem Yen-Hybridanleihen im Volumen von 418 Milliarden Yen (rund 2,6 Milliarden Dollar) mit einem Kupon von 4,97 Prozent — dem höchsten, den SoftBank für solche Papiere je ausgegeben hat.
Wie stark all diese Maßnahmen die Bilanz belasten, wird sich mit den Jahreszahlen zeigen: SoftBank Corp. berichtet für das Geschäftsjahr bis Ende März 2026 im Mai, die Muttergesellschaft folgt kurz darauf.
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