Solana baut seine Rolle im Finanzsektor massiv aus. Während der Kurs schwächelt, setzen Schwergewichte wie MoneyGram und Morgan Stanley auf die Infrastruktur des Netzwerks. Die Blockchain wird zunehmend zum Fundament für den globalen Zahlungsverkehr.

MoneyGram wird Validator

Der Zahlungsdienstleister MoneyGram geht einen entscheidenden Schritt weiter. Seit dem 22. Juni 2026 agiert das Unternehmen als offizieller Validator im Solana-Netzwerk. Damit verarbeitet MoneyGram Transaktionen direkt und sichert das Protokoll durch eigenes Staking ab.

Zuvor nutzte der Konzern bereits die Netzwerke Tempo und Midnight. Die Integration bei Solana soll vor allem die Abwicklung von Stablecoin-Zahlungen beschleunigen. Das Ziel: effizientere globale Transfers.

Dominanz bei Token-Aktien

Im Bereich der tokenisierten Wertpapiere hat Solana eine Vormachtstellung erreicht. In der vergangenen Woche entfielen 95 Prozent des Marktanteils auf dieses Netzwerk. Das Handelsvolumen mit digitalen Aktien belief sich dabei auf 1,29 Milliarden US-Dollar.

Parallel dazu drängt der Vermögensverwalter Baillie Gifford in den Sektor. Das Haus verwaltet rund 286 Milliarden Britische Pfund. Mit dem Fonds BAGEY bietet Baillie Gifford nun tokenisierte Anleihen auf Solana und Ethereum an.

Brücke nach Südkorea

In Asien gewinnt Solana ebenfalls an Boden. Die südkoreanische Toss Bank unterzeichnete eine Absichtserklärung mit der Solana Foundation. Gemeinsam testen sie Stablecoin-basierte Überweisungen für 15 Millionen Kunden.

Diese Kooperation könnte klassische SWIFT-Systeme bei grenzüberschreitenden Zahlungen ablösen. Die technische Prüfung läuft bereits. Parallel dazu hat Morgan Stanley seinen Antrag für einen Solana-ETF konkretisiert. Die Bank plant eine Gebühr von nur 0,14 Prozent.

Trotz dieser Erfolgsmeldungen bleibt die Marktlage angespannt. Der Kurs notiert aktuell bei 68,85 US-Dollar. Das entspricht einem Minus von fast fünf Prozent innerhalb eines Tages. Seit Jahresbeginn hat die Kryptowährung rund 45 Prozent an Wert verloren.

Die hohe Netzwerkaktivität zeigt sich jedoch in der Stablecoin-Ausgabe. Allein in der letzten Woche flossen 2,55 Milliarden US-Dollar in neue Token. Anleger blicken nun auf die Entscheidung der US-Börsenaufsicht zum Morgan-Stanley-ETF.