SolarEdge tauscht an der Finanzspitze aus. Mit Maoz Sigron übernimmt ab dem 31. Mai 2026 ein neuer CFO, während das Unternehmen parallel weiter an seiner laufenden Sanierung arbeitet. Der Wechsel kommt in einer Phase, in der der Solartechniker zwar wieder wächst, operativ aber noch nicht auf sicherem Terrain ist.
Die Aktie reagiert spürbar positiv. Sie liegt am Mittwoch bei 37,20 Euro und damit 8,14 Prozent über dem Vortagesschluss. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von 129,46 Prozent zu Buche. Der Kurs notiert damit aber noch rund 17 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 44,80 Euro.
Wechsel mit klarer Signalwirkung
Sigron bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im Finanzbereich mit. Zuletzt war er CFO und COO bei Perion Network, davor hatte er Führungsrollen bei Stratasys, Allot und Tnuva inne. Gründer und CEO Shuki Nir stellt den Wechsel als Teil des Kurses auf finanzielle Disziplin, operative Umstellung und profitables Wachstum dar.
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Der bisherige Finanzchef Asaf Alperovitz bleibt noch bis zum 9. Juni an Bord, damit der Übergang geordnet läuft. Das ist ein wichtiger Punkt, weil SolarEdge gerade nicht nur die Bilanz, sondern auch die Steuerung des Geschäfts schärfen muss.
Erholung mit offenen Baustellen
Im ersten Quartal setzte SolarEdge 310,5 Millionen US-Dollar um. Das entsprach einem Anstieg um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gegenüber dem Vorquartal ging der Erlös allerdings um 7,4 Prozent zurück. Beim bereinigten operativen Verlauf bleibt das Bild damit gemischt.
Unter dem Strich stand ein GAAP-Verlust von 57,4 Millionen US-Dollar. Vor einem Jahr waren es noch 98 Millionen Dollar Minus. Immerhin meldete das Unternehmen einen positiven freien Cashflow von 20,7 Millionen Dollar. Für das zweite Quartal stellt SolarEdge Erlöse zwischen 325 und 355 Millionen Dollar in Aussicht. Die nicht auf GAAP-Basis berechnete Bruttomarge soll bei 23 bis 27 Prozent liegen.
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Sanierung, Rechtsfall und neue Märkte
Hinzu kommt ein Vergleich über 55 Millionen Dollar im Zusammenhang mit einer US-Klage zu möglichen Fehldarstellungen rund um die Nachfrage in Europa im Jahr 2023. Das bereinigt einen Altfall, bindet aber weiter Kapital und Aufmerksamkeit.
Parallel richtet SolarEdge den Blick auf neue Geschäftsfelder. Im Fokus steht die Nexis-Plattform, außerdem will das Unternehmen mit Energielösungen für KI-Rechenzentren wachsen. Erste Lieferungen sind für 2026 geplant, ein breiterer Rollout soll 2028 folgen. Nach dem jüngsten Zahlenwerk haben mehrere Häuser ihre Kursziele angepasst. Das spiegelt die Spanne zwischen vorsichtiger Erholung und anhaltendem Zweifel an der Geschwindigkeit des Turnarounds wider.
Mit dem neuen Finanzchef will SolarEdge die nächste Phase des Umbaus angehen. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen im zweiten Quartal die angestrebte operative schwarze Null tatsächlich erreicht und die Verbesserung bei Cashflow und Marge fortsetzt.
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