Sony baut sein Halbleitergeschäft radikal um. Der japanische Elektronikkonzern geht eine strategische Partnerschaft mit dem Chip-Auftragsfertiger TSMC ein. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von Bildsensoren der nächsten Generation. Die Aktie sprang am Montag um gut sieben Prozent auf 18,41 Euro – der höchste Stand seit Wochen, aber noch immer fast 30 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Die Kooperation bedeutet einen Kurswechsel für Sonyms Imaging-Geschäft. Statt alles selbst zu fertigen, setzt der Konzern künftig auf ein sogenanntes Fab-light-Modell: Produktion auslagern, Design und Patente behalten. CEO Hiroki Totoki spricht von einem entscheidenden Schritt nach vorn. Früher habe Sony von der Forschung bis zur Endmontage alles intern gestemmt. Künftig sollen externe Partner die kapitalintensive Fertigung übernehmen.
Neue Fabrik in Kumamoto geplant
Die beiden Technologieriesen haben eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die neue Produktionsstätte entsteht in Koshi City, Präfektur Kumamoto – auf einem Gelände, das Sony dort bereits besitzt. TSMC bringt sein Fertigungs-Know-how ein, Sony bleibt Mehrheitseigner und kontrolliert die Leitung.
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Das Joint Venture zielt auf Märkte, die als Wachstumstreiber der kommenden Jahre gelten: autonome Fahrzeuge, Industrierobotik und Premium-Smartphones. Alle drei Segmente verlangen nach Sensoren mit extrem hoher Rechenleistung und Effizienz.
Die japanische Regierung unterstützt das Vorhaben. Das Wirtschaftsministerium hat Subventionen von umgerechnet rund 380 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Ein klares Signal, wie wichtig das Projekt für die nationale Halbleiter-Versorgung ist.
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Milliarden-Rückkauf für Aktionäre
Parallel zur Neuaufstellung des Konzerns hat der Verwaltungsrat ein massives Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Sony will eigene Aktien im Wert von umgerechnet rund 3,2 Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Hinzu kommt die Einziehung von drei Prozent der ausstehenden eigenen Anteile im Mai 2026.
Das Ziel: Verwässerung reduzieren, den Gewinn je Aktie steigern. Die Bilanz des Konzerns lässt den Schritt zu – die I&SS-Sparte, zu der die Bildsensoren gehören, meldete zuletzt einen operativen Gewinnsprung von 37 Prozent.
Die Strategie erinnert an Sonys Vorgehen im TV-Geschäft. Auch dort konzentriert sich der Konzern zunehmend auf Software und geistiges Eigentum, statt auf eigene Fertigung. Für die Sensor-Sparte heißt das: weniger Investitionsrisiko, stabilere Margen – aber auch weniger direkte Kontrolle über die Produktion.
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