Der S&P 500 beinhaltet die Aktien der 500 größten Unternehmen der USA. Er ist ein wichtiger Gradmesser für die Entwicklung der US-Wirtschaft. Und da scheint es einige Probleme zu geben, wenn man die Performance der jüngeren Vergangenheit als Maßstab nimmt.

Performance: Bislang nicht überzeugend

Seit Anfang des Jahres 2025 hat der S&P 500 auf Euro-Basis rund 3% verloren. Als absolute Zahl sagt das wenig aus. Vergleicht man aber diese Performance mit dem Eurostoxx 50, wird klar, wie grottenschlecht diese Performance ist. Denn der europäische Leitindex konnte im gleichen Zeitraum um rund +9% zulegen.

Die Zölle belasten und das doppelt

Ein Grund für die schwache Performance ist die erratische Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump. Denn die Zölle, die er für Importe aus dem Ausland erhebt belasten die US-Unternehmen direkt in zweierlei Hinsicht. Auf der einen Seite müssen diese für ihre Importe mehr bezahlen. Es bleibt abzuwarten, ob sich diese zusätzlichen Kosten auf die Verbraucher umlegen lassen werden. Aber es gibt noch einen zweiten Aspekt, der nicht zu unterschätzen ist. Die Zölle bringen den USA eine steigende Inflation. Denn die Waren werden für die Verbraucher teurer. Das beginnt bei Lebensmitteln, geht über Energie und endet noch lange nicht bei Autos. Denn auch die Fahrzeuge aus US-Produktion werden teurer. GM und Ford importieren Bauteile aus dem Ausland. Die höhere Inflation macht es der US-Zentralbank FED sehr schwierig, die Zinsen zu senken und so dem Aktienmarkt positive Impulse zu geben.

Es bleibt schwierig

Solange diese Probleme in Form der Zölle weiter Bestand haben, dürfte es der S&P 500 schwer haben, „richtig“ durchzustarten. Ein Hausse, wie wir sie in Deutschland beim DAX gesehen haben, ist unter dieser Zollpolitik und ihren Auswirkungen schwerlich vorzustellen.