Zwei Raketenstarts binnen weniger Stunden – und ein Aktienkurs, der auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr liegt. SpaceX steht am Montag vor einem vollen Programm: eine weitere Starlink-Mission mit der Falcon 9 und der dreizehnte Testflug der Starship-Megarakete. Für die Anleger des Unternehmens dürfte das wenig an der jüngsten Talfahrt ändern.
Die Aktie schloss am Freitag bei 108,40 Euro, ein Minus von 5,39 Prozent an einem einzigen Tag. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 14,78 Prozent zu Buche, auf Monatssicht sogar von 34,80 Prozent. Damit notiert das Papier nur noch 0,99 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 107,34 Euro, erreicht erst am Freitag selbst.
Der Abstand zum Jahreshoch von 194,46 Euro, aufgestellt Mitte Juni, beträgt mittlerweile 44,26 Prozent. Ein RSI von 34,6 signalisiert eine Aktie im überverkauften Bereich, ohne dass bislang eine Gegenbewegung sichtbar wäre.
Starlink-Nachschub aus Kalifornien
Am Montag um 14:00 UTC startet vom Weltraumbahnhof Vandenberg in Kalifornien eine Falcon 9 mit 24 Starlink-V2-Mini-Satelliten an Bord. Die Mission trägt den Namen Starlink Group 17-39. Danach soll die Erststufe mit der Kennung B1082 zum 23. Mal auf der Drohnenplattform „Of Course I Still Love You“ landen.
Solche Starts gehören inzwischen zum Tagesgeschäft von SpaceX. Sie sichern den Ausbau des Satelliteninternets, einer der wichtigsten Einnahmequellen des Unternehmens.
Starship testet neue Satellitengeneration
Parallel dazu bereitet SpaceX in Texas den dreizehnten Flugtest der Starship-Rakete vor. Das 90-minütige Startfenster öffnet um 22:45 GMT, also 17:45 Uhr texanischer Zeit, vom Startgelände Starbase. Erstmals transportiert Starship dabei 20 Satelliten der neuen Generation Starlink V3.
Diese Satelliten verfügen über ausfahrbare Solarpaneele und Antennen. Sie sollen sich per Hochleistungslaser mit dem bestehenden Starlink-Netzwerk verbinden. Der Test markiert damit einen Schritt weg vom reinen Raketentest hin zur echten Infrastruktur-Auslieferung – ein Signal, dass SpaceX sein Starship-Programm zunehmend mit dem operativen Satellitengeschäft verzahnt.
Die hohe Schwankungsbreite der Aktie von 93,16 Prozent annualisierter Volatilität passt zu diesem Bild eines Unternehmens im Umbruch: technologisch ambitioniert, kursmäßig unter Druck. Ob die beiden Missionen am Montag reibungslos verlaufen, dürfte für die kurzfristige Stimmung mehr zählen als jede fundamentale Neuigkeit der vergangenen Woche.
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