SpaceX investiert gemeinsam mit Tesla zunächst 16,8 Milliarden Dollar in den Aufbau einer neuen Chipfabrik namens Terafab. Der Komplex für fortschrittliche KI-Halbleiter entsteht in Grimes County, Texas, wie Reuters berichtete. Das Projekt reiht sich in eine Serie von Vorstößen ein, mit denen SpaceX sein Geschäft über das reine Raumfahrtgeschäft hinaus ausweitet.
Neues Standbein neben Starlink und Raketenstarts
Die Chipfabrik ist Teil einer breiteren Strategie, bei der SpaceX zunehmend in Rechenleistung und Halbleiterinfrastruktur investiert. Erst Anfang August hatte das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalszahlen eine Partnerschaft mit Nvidia angekündigt, die sich dem Themenfeld „Space Compute“ widmen soll.
Die Kombination aus eigener Satelliteninfrastruktur, wachsendem Starlink-Netz und nun eigener Chipfertigung mit Tesla zeigt, wie sehr sich SpaceX inzwischen als Technologiekonzern jenseits der Raumfahrt versteht.
Diese Diversifizierung fällt in eine Phase, in der die Aktie nach dem ersten Quartalsbericht seit dem Börsengang und dem Ablauf der ersten Sperrfrist für Insiderverkäufe vor rund zwei Wochen kräftig zugelegt hat – um 21,5 Prozent.
Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 120,96 Euro, nach einem Tagesminus von 1,2 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 5,1 Prozent, auf Monatssicht von 2,7 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 194,46 Euro, erreicht im Juni, bleibt das Papier weiterhin deutlich entfernt.
Zusätzliche Wachstumsfelder: Mobilfunk und Starship
Neben der Chipfertigung treibt SpaceX auch Pläne für landgestützte Mobilfunkdienste voran. Das Unternehmen teilte Investoren mit, ein solcher Dienst könne kapitaleffizient betrieben werden und perspektivisch mit Verizon, AT&T und T-Mobile konkurrieren. Reuters berichtete, dass diese Ankündigung Investoren im US-Mobilfunksektor aufgeschreckt habe – ein Hinweis darauf, wie ernst der Markt die Expansionspläne von SpaceX inzwischen nimmt.
Parallel dazu treibt das Unternehmen sein Raketenprogramm voran. Für den nächsten Starship-Testflug peilt SpaceX das Ende August an, vorbehaltlich behördlicher Genehmigung. Erstmals soll dabei versucht werden, das Raumschiff bei der Landung mit dem Startturm aufzufangen.
Im laufenden Betrieb bleibt das Startprogramm dicht getaktet: Erst in dieser Woche brachte eine Falcon-9-Rakete von Vandenberg aus 24 Starlink-Satelliten ins All, tags zuvor waren von Cape Canaveral 29 weitere Satelliten gestartet worden, beide Booster landeten erfolgreich auf den firmeneigenen Landeplattformen.
Finanzielle Ausgangslage bleibt angespannt
Die Investitionsoffensive kommt trotz eines Nettoverlusts von 541 Millionen Dollar im zweiten Quartal 2026 bei einem Umsatz von 7,81 Milliarden Dollar. Die Investitionsausgaben lagen bereits bei 18,37 Milliarden Dollar – ein Betrag, der die Größenordnung der nun angekündigten Chipfabrik-Investition mit Tesla relativiert. Starlink erreichte im selben Zeitraum 12 Millionen Abonnenten.
Die Kombination aus hohen Investitionen, operativem Verlust und ambitionierten neuen Geschäftsfeldern erklärt auch die weiterhin hohe Schwankungsbreite der Aktie: Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 93 Prozent annualisiert. Für Anleger bleibt SpaceX damit ein Wachstumswert mit hohem Risiko, dessen Bewertung stark von der Umsetzung mehrerer paralleler Großprojekte abhängt.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 16. August liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

