SpaceX steht vor dem größten Börsengang der Finanzgeschichte. Das Raumfahrtunternehmen von Elon Musk strebt ein Emissionsvolumen von 75 Milliarden US-Dollar an. Damit rückt der lang erwartete Schritt an die Nasdaq in greifbare Nähe.
Starlink als Wachstumsmotor
Die Geschäftszahlen für 2025 zeigen ein zweigeteiltes Bild. Der Umsatz kletterte um 33 Prozent auf 18,7 Milliarden US-Dollar. Maßgeblich verantwortlich dafür war die Satellitensparte Starlink. Sie steuerte allein 11,4 Milliarden US-Dollar zum Gesamtergebnis bei.
Parallel dazu belasten massive Investitionen die Bilanz. Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte SpaceX einen Nettoverlust von 4,94 Milliarden US-Dollar. Besonders die Ausgaben für Künstliche Intelligenz schlagen mit rund 2,5 Milliarden US-Dollar pro Quartal zu Buche.
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Die Kluft zwischen steigenden Umsätzen und der Profitabilität bleibt das zentrale Thema. Hohe Investitionen in die Infrastruktur und der Ausbau des Satelliten-Netzwerks belasten das Ergebnis weiterhin massiv.
Die Verluste scheinen sich im laufenden Jahr sogar zu beschleunigen. Allein im ersten Quartal 2026 fiel ein Minus von 4,28 Milliarden US-Dollar an. Das kumulierte Defizit des Unternehmens ist mittlerweile auf 41,3 Milliarden US-Dollar angewachsen.
Bewertung und Machtverhältnisse
Bei einem angestrebten Aktienpreis von 135 US-Dollar käme SpaceX auf eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen US-Dollar. Mit dieser Bewertung würde das Unternehmen direkt in die Riege der wertvollsten Konzerne der Welt aufsteigen. Das Unternehmen läge damit nur knapp hinter Tech-Giganten wie Apple oder Nvidia.
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Eine Besonderheit ist die hohe Zuteilung für Privatanleger. Rund 30 Prozent der Aktien sind für diesen Bereich reserviert — das Dreifache des Üblichen bei Mega-IPOs. Elon Musk behält derweil mit 85 Prozent der Stimmrechte die volle Kontrolle.
Nicht alle Marktteilnehmer teilen die Euphorie über die Bewertung. Das Analysehaus Morningstar hält angesichts der hohen Burn-Rate eher die Hälfte des Preises für angemessen. Indes bereitet der Edinburgh Worldwide Investment Trust bereits ein Rückkaufangebot für seine eigenen Aktionäre vor.
Der Börsengang unter dem Kürzel „SPCX“ ist für Ende Juni 2026 terminiert. Investoren wägen nun ab, ob das Starlink-Wachstum die Milliardenverluste im KI-Sektor rechtfertigt.
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