An diesem Donnerstag steht für SpaceX mehr auf dem Spiel als nur ein weiterer Raketenstart. Um 17:45 Uhr texanischer Zeit soll Starship zum 13. Testflug abheben — der erste Start seit dem Börsengang im Juni. Die Aktie hat seither fast 40 Prozent ihres Werts verloren, und der Druck auf das Management wächst.
Was bei Flug 13 auf dem Spiel steht
Booster 20 und Ship 40 kommen erstmals zum Einsatz. Das Kernziel der Mission: 20 funktionsfähige Starlink-V3-Satelliten aussetzen, die anschließend Laserverbindungen testen sollen. Rund 20 Minuten nach der Trennung folgt der geplante Wiedereintritt.
Technisch geht es um zwei kritische Nachweise. Die Raptor-Triebwerke sollen im All erneut zünden, danach soll der Super-Heavy-Booster kontrolliert im Golf von Mexiko wassern. Die Oberstufe zielt auf eine Wasserung im Indischen Ozean.
Nach Flug 12 hat SpaceX Hardware und Software überarbeitet. Grund waren ein versetzter Booster-Flip und gescheiterte Triebwerkszündungen. Sechs der Satelliten tragen zusätzlich Kameras, die während des Flugs den Hitzeschild überwachen.
Kursverfall seit dem Rekordhoch
Die Aktie schloss am Mittwoch bei 117,82 Euro. Binnen sieben Handelstagen verlor das Papier 11,55 Prozent, auf Monatssicht sogar 32,24 Prozent. Am Mittwoch markierte die Aktie mit 115,70 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Seit dem Allzeithoch von 194,46 Euro am 16. Juni ist der Kurs um 39,41 Prozent eingebrochen. Damit liegt die Aktie inzwischen unter dem ursprünglichen IPO-Preis von 135 US-Dollar. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 95,62 Prozent zeigt, wie nervös der Markt das Papier derzeit handelt.
Die Marktkapitalisierung ist auf 1.674,55 Milliarden Euro gesunken. Kurz nach dem Börsendebüt hatte sie noch über 2,6 Billionen Euro betragen — ein Rückgang, der die Dimension der Neubewertung deutlich macht.
Verluste und wachsende Skepsis der Kreditmärkte
Der intensive Starship-Betrieb folgt auf eine Phase hoher Investitionen. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete SpaceX einen Nettoverlust von 4,9 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal 2026 kamen weitere 4,28 Milliarden US-Dollar Verlust hinzu.
Die Starlink-Sparte lieferte im ersten Quartal immerhin einen operativen Gewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar. Die KI-Infrastruktur und die xAI-nahen Geschäftsbereiche verbrennen jedoch weiterhin viel Kapital.
Ende Juni platzierte SpaceX Anleihen im Volumen von 25 Milliarden US-Dollar, um die Infrastrukturpläne zu finanzieren. Die Kreditmärkte reagieren inzwischen vorsichtiger: Die Rendite der 2056er-Anleihe näherte sich zuletzt 7,5 Prozent, der Kreditspread weitete sich auf 231 Basispunkte aus.
Der Blick auf die nächsten Wochen
Ein erfolgreicher Flug 13 gilt als Voraussetzung für die nächsten Meilensteine — einschließlich erster Orbitalversuche mit Flug 14. Die NASA verfolgt die Entwicklung genau, da Starship für die Mondmission Artemis III entscheidend ist, die derzeit für 2027 anvisiert wird.
Anfang August steht der erste Quartalsbericht seit dem Börsengang an. Direkt danach läuft die erste Sperrfrist für Altaktionäre aus — rund 20 Prozent der bislang gesperrten Aktien könnten dann in den freien Handel gelangen. Aktuell liegt der Streubesitz bei geschätzt nur vier bis fünf Prozent. Ein Zustrom neuer Aktien in diesem Umfang dürfte die ohnehin hohe Kursschwankung weiter befeuern.
SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 16. Juli liefert die Antwort:
Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


