SpaceX hat sich am Freitag von einem zweitägigen, wahlbedingten Ausverkauf erholt. Medienberichten zufolge werteten Anleger die vorherigen Verluste als Überreaktion; zugleich erholte sich auch der breitere Markt. Die Aktie legte am Freitag um 9,4% zu.

Qualcomm liefert Technik für Mobilfunknetz

Eine Unternehmensmeldung kam am Mittwoch aus dem Mobilfunkgeschäft: SpaceX wählte Qualcomms Dragonwing-Plattformen und Software für das geplante landesweite terrestrische 5G-Netz von Starlink Mobile aus. Laut Qualcomm soll der Ausbau 2027 beginnen. Die mehrjährige Vereinbarung sieht die Ausstattung von Zehntausenden Standorten vor.

Reuters ordnete die Zusammenarbeit als Teil des Vorstoßes von SpaceX gegen die etablierten US-Mobilfunkanbieter ein. Die Vereinbarung betrifft terrestrische Netzinfrastruktur und damit den Aufbau eines Mobilfunknetzes am Boden.

T-Mobile US hatte am 28. Oktober erklärt, keinen Raum für eine MVNO-Vereinbarung mit SpaceX zu sehen, also für ein Angebot als virtueller Mobilfunknetzbetreiber. Eine kommerzielle Vereinbarung bezeichnete das Unternehmen dagegen als möglich.

Neue Regeln für Starts und Wiedereintritte

Für das Raumfahrtgeschäft kündigte die US-Luftfahrtbehörde FAA am Donnerstag regulatorische Maßnahmen an. Sie sollen die Genehmigung kommerzieller Starts und Wiedereintritte vereinfachen. Außerdem plant die Behörde für 2027 eine Überarbeitung des Genehmigungsrahmens. SpaceX ist als Betreiber kommerzieller Raketenstarts von diesem regulatorischen Umfeld betroffen.

Am Freitag startete SpaceX zudem die geheime Mission USSF-432 für die U.S. Space Force von Vandenberg aus, wie Medien berichteten. Die erste Stufe der Falcon 9 landete anschließend auf einem Drohnenschiff.

Laut einem Medienbericht sehen Bundesverträge außerdem fast $1,2 Millionen für die Installation und Wartung von Starlink-Internet im Weißen Haus vor. Unklar blieb dem Bericht zufolge, ob diese Verträge Leistungen abdecken, die zuvor als kostenlose Spende beschrieben worden waren.