Der geplante Börsengang von SpaceX nimmt rasant Fahrt auf — und sorgt bereits vor dem ersten Investorengespräch für Aufsehen. Zu einem angestrebten Ausgabepreis von 135 Dollar je Aktie wäre es der volumenstärkste IPO der jüngeren Kapitalmarktgeschichte.

Ungewöhnlicher Ablauf, ungewöhnliche Zahlen

Üblicherweise nennen Unternehmen zu Beginn einer Roadshow lediglich eine Preisspanne — SpaceX geht anders vor. Ein konkreter Ausgabepreis steht bereits fest, bevor die Investoren-Roadshow am Donnerstag überhaupt startet. 555,6 Millionen neu ausgegebene Aktien sollen einen Bruttoerlös von 75 Milliarden Dollar einbringen. Alle Erlöse fließen direkt an SpaceX; bestehende Aktionäre verkaufen keine Anteile im Rahmen des Angebots.

Das angestrebte Emissionsvolumen wäre ein Rekord. Zum Vergleich: Der bislang größte US-amerikanische Börsengang — Saudi Aramco ausgenommen — lag deutlich darunter.

Bewertung als Knackpunkt

Bei einer Zielkapitalisierung von rund 1,75 Billionen Dollar würde SpaceX in die Riege der wertvollsten börsennotierten Konzerne der Welt einziehen. Das Analysehaus Morningstar sieht die angestrebte Bewertung allerdings als deutlich zu hoch an — ein Vorbehalt, der in den kommenden Roadshow-Gesprächen auf institutionelle Investoren treffen wird.

Die frischen Mittel sollen in KI-Rechenkapazitäten und den weiteren Ausbau des Satellitengeschäfts fließen. Das Börsenlistings ist für den 12. Juni an der NASDAQ unter dem Kürzel „SPCX“ geplant.

Die Roadshow-Reaktionen der kommenden Tage werden zeigen, ob die institutionelle Nachfrage stark genug ist, um die Bewertungserwartung zu stützen — oder ob SpaceX beim finalen Emissionspreis noch Abstriche machen muss.