Die geplante Übernahme von STAAR Surgical durch den Augenheilkunde-Konzern Alcon ist endgültig gescheitert. Am 6. Januar 2026 gab Alcon die Kündigung des Fusionsvertrags bekannt, nachdem die STAAR-Aktionäre bei einer außerordentlichen Hauptversammlung die notwendige Zustimmung verweigerten. Damit endet ein monatelanger Übernahmepoker, bei dem Alcon sein Angebot mehrfach nachbesserte – letztlich vergeblich.
Von 1,5 auf 1,65 Milliarden Dollar – und trotzdem abgelehnt
Ursprünglich hatte Alcon am 5. August 2025 ein erstes Übernahmeangebot von 28 Dollar je Aktie vorgelegt, was einem Eigenkapitalwert von rund 1,5 Milliarden Dollar entsprach. Als sich Widerstand in der Aktionärsbasis formierte, legte der Schweizer Konzern im Dezember 2025 nach: Das verbesserte Angebot von 30,75 Dollar je Aktie hätte zusätzliche 150 Millionen Dollar in die Kassen der STAAR-Aktionäre gespült.
Doch selbst diese Aufstockung reichte nicht aus. Bereits vor der Abstimmung deuteten vorläufige Schätzungen des Stimmrechtsberaters darauf hin, dass die erforderliche Mehrheit verfehlt würde. STAAR Surgical bleibt damit als eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen bestehen.
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Alcon bleibt bei seiner Strategie – ohne STAAR
Alcon-CEO David J. Endicott zeigte sich gefasst: „Wir sind während des gesamten Prozesses diszipliniert geblieben, was unsere Einschätzung von Preis und Risiko angeht.“ Die refraktive Strategie des Konzerns bleibe unverändert, der Fokus liege weiterhin auf dem neuen Wavelight-Plus-Angebot für LASIK-Operationen – nach wie vor die weltweit beliebteste refraktive Chirurgie.
Der Genfer Konzern kündigte an, sich 2026 auf die globale Markteinführung von mehr als zehn neuen Produkten in den Bereichen Chirurgie und Vision Care zu konzentrieren. Ob der geplante Einstieg in den Markt für implantierbare Linsen – STAARs Kerngeschäft – nun über andere Wege erfolgen soll, bleibt offen.
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Was bedeutet das Scheitern für STAAR?
Für STAAR Surgical endet damit ein halbes Jahr der Unsicherheit. Das auf implantierbare Kontaktlinsen spezialisierte US-Unternehmen muss nun beweisen, dass es auch ohne den finanzkräftigen Schweizer Partner seine Marktposition halten kann. Die Aktionäre haben mit ihrer Ablehnung signalisiert: Entweder trauen sie dem Unternehmen mehr Wachstumspotenzial zu – oder sie spekulieren auf ein noch besseres Angebot eines anderen Interessenten.
Die Alcon-Aktie dürfte das Scheitern verkraften – der Konzern verfügt über eine breite Produktpipeline und kann sein Kapital anderweitig einsetzen. Für STAAR hingegen beginnt jetzt die Phase, in der das Management beweisen muss, dass die Eigenständigkeit tatsächlich die bessere Option ist.
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