Der Autogigant Stellantis kämpft mit schweren Geschützen gegen eine Krise an – doch die Probleme häufen sich schneller, als Lösungen gefunden werden. Nach einem verheerenden Halbjahresverlust von 2,3 Milliarden Euro folgt jetzt der nächste Schlag: Analysten stufen die Aktie auf „starker Verkauf“ herab, während das Unternehmen gleichzeitig Kurzarbeit verlängert und teure Zukunftsprojekte auf Eis legt. Steht hier ein Konzern vor dem Kollaps oder mitten in einem schmerzhaften, aber notwendigen Umbau?
Dreifacher Rückschlag belastet die Aktie
Der Freitag brachte für Stellantis eine konzentrierte Ladung schlechter Nachrichten. Zacks Research degradierte die Aktie von „Halten“ auf „Starker Verkauf“ – ein seltener und drastischer Schritt, der die Zweifel an der kurzfristigen Profitabilität des Konzerns unterstreicht.
Parallel dazu bestätigte Stellantis die Verlängerung der Kurzarbeit im historischen Mirafiori-Werk in Turin. Bis Ende Januar 2026 werden die Arbeitszeiten reduziert – ein deutliches Signal für die anhaltenden Nachfrageprobleme auf dem europäischen Markt.
Den dritten Schlag versetzte sich das Unternehmen quasi selbst: Das fortschrittliche Fahrerassistenzsystem STLA AutoDrive wurde auf unbestimmte Zeit gestoppt. Hohe Kosten, technische Hürden und fehlende Kundennachfrage machten das Level-3-Autonomieprojekt zur Belastung statt zum Hoffnungsträger.
Radikale Kehrtwende unter neuem CEO
Diese Entscheidungen sind kein Zufall, sondern Teil einer umfassenden Neuausrichtung unter CEO Antonio Filosa. Nach der operativen Marge von nur noch 0,7 % im ersten Halbjahr hat der neue Konzernchef eine rigorose Überprüfung des „Dare Forward 2030“-Plans eingeleitet.
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Das Ergebnis: Teure Prestigeprojekte ohne klare Gewinnperspektive werden gestrichen. Bereits im Juli hatte Stellantis die Entwicklung von Wasserstoff-Brennstoffzellen beendet. Jetzt folgt das Autonome Fahren. Die Botschaft ist klar – Kosteneffizienz vor Zukunftsvisionen.
Hoffnungsschimmer am Horizont?
Trotz des aktuellen Gegenwinds gibt es vereinzelte positive Signale. Im November soll die Hybridversion des Fiat 500 in Mirafiori vom Band laufen – ein Projekt, das das angeschlagene Werk wieder beleben könnte.
Die entscheidende Frage bleibt jedoch: Kann Filosa den Konzern schnell genug stabilisieren, bevor das Vertrauen der Investoren vollends schwindet? Bei einer Jahresverlust-Performance, die sich bereits dem 50-Prozent-Minus nähert, läuft dem Management die Zeit davon.
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