Red Cat hat sich am 21. Oktober verpflichtet, nach dem Vollzug der Übernahme von Steyr Motors den Standort abzusichern. Laut Unternehmensangaben sollen der Sitz, die Fertigung sowie Forschung und Entwicklung für drei Jahre in Steyr bleiben. Zudem darf Red Cat für zwei Jahre ab Vollzug keine betriebsbedingten Kündigungen veranlassen.
Verbindliche Vereinbarung mit Schutzfristen
Die Zusagen sind Bestandteil einer verbindlichen Zusammenschlussvereinbarung, die Steyr Motors AG, Red Cat Holdings, Inc. und SMOT Acquisition GmbH geschlossen haben. Sie steht im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot von Red Cat. Die vereinbarten Schutzfristen beginnen mit dem Vollzug, nicht bereits mit der Unterzeichnung der Vereinbarung.
Dabei umfasst die Standortzusage neben der Fertigung ausdrücklich auch den Unternehmenssitz und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen ist zeitlich kürzer gefasst als die Verpflichtung zum Verbleib dieser Funktionen in Steyr.
Das vor rund zwei Wochen angekündigte freiwillige öffentliche Barangebot stammt von SMOT Acquisition, einer Tochtergesellschaft von Red Cat. Es richtet sich auf sämtliche Aktien von Steyr Motors und sieht einen Angebotspreis von 39,00 Euro je Aktie vor.
Die Angebotsfrist läuft Medienberichten zufolge bis zum 18. Dezember 2026. Der Vollzug steht unter Bedingungen und behördlichen Genehmigungen.
Geschäftszahlen als weiterer Kontext
Die vor gut einer Woche gemeldeten Quartalszahlen weisen für das dritte Quartal 2026 einen Umsatzanstieg um 11,2 Prozent aus. Steyr Motors erzielte damit einen Umsatz von 12,5 Millionen Euro.
Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte nach Unternehmensangaben 1,4 Millionen Euro. Die bereinigte Marge lag bei 11,4 Prozent. Für die ersten neun Monate 2026 meldete Steyr Motors einen Umsatz von 35,3 Millionen Euro.
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