STMicroelectronics Aktie: 1 Milliarde Dollar Datenzentren 2027

STMicro erreicht dank KI-Rechenzentren und Autoelektronik ein neues Jahreshoch, Analysten bleiben optimistisch.

STMicroelectronics Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktie erreicht 52-Wochen-Hoch
  • KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber
  • Umsatzplus von 23 Prozent
  • Dividendenvorschlag von 0,36 Dollar

STMicroelectronics hat am Donnerstag kräftig zugelegt und notiert nach dem jüngsten Sprung auf dem höchsten Stand der vergangenen 52 Wochen. Die Aktie schloss in Paris bei 55,18 Euro, in den USA kletterte sie im Handel bis auf 64,51 Dollar. Der Markt preist damit eine freundlichere Sicht auf Wachstum und Margen ein.

Analysten bleiben konstruktiv

Für Rückenwind sorgt auch die Bewertung durch Analysten. Morningstar sieht den fairen Wert bei 71 Dollar und bleibt damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Im Mittelpunkt steht die Erwartung, dass STMicro von zwei Themen profitiert: Rechenzentren mit KI-Bezug und der Autoelektronik.

Das Management hat für das Datenzentrumsgeschäft im Gesamtjahr 2026 Erlöse von mehr als 500 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Für 2027 peilt der Konzern mehr als 1 Milliarde Dollar an. Das ist für einen Halbleiterwert mit starkem Industrie- und Automotive-Fokus ein klarer Wachstumstreiber.

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Solides Wachstum, schwächere Marge

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen das Spannungsfeld deutlich. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 23 Prozent auf 3,10 Milliarden Dollar. Getragen wurde das vor allem von stärkerer Nachfrage in der Unterhaltungselektronik und bei Cloud-Edge-Programmen.

Beim Gewinn sieht das Bild weniger glänzend aus. Der GAAP-Nettogewinn sank auf 37 Millionen Dollar nach 56 Millionen Dollar im Vorjahr. Belastend wirkten die laufende Neuordnung der Fertigungsstruktur und Unterauslastungskosten in mehreren Werken.

Auch der freie Cashflow blieb im Quartal mit minus 723 Millionen Dollar tief im roten Bereich. Hinzu kamen Nettoinvestitionen von 362 Millionen Dollar. Das passt zur Strategie, die Lieferkette stärker auf China auszurichten und die SiC-Kapazitäten in Italien auszubauen.

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Blick auf das zweite Quartal

Für das zweite Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz von rund 3,45 Milliarden Dollar im Mittel. Das wäre ein sequenzieller Anstieg um 11,6 Prozent. Die GAAP-Bruttomarge soll bei 34,8 Prozent liegen, belastet von einem erwarteten Effekt nicht genutzter Kapazitäten von 100 Basispunkten.

Auch die Bilanz hat sich durch Zukäufe bewegt. Ende März lag die Nettofinanzposition bei 2,00 Milliarden Dollar nach 2,79 Milliarden Dollar zum Jahresende 2025. Der Kauf des MEMS-Sensor-Geschäfts von NXP kostete 895 Millionen Dollar und brachte im ersten Quartal rund 40 Millionen Dollar Umsatz.

Am Mai-Termin der Hauptversammlung in Amsterdam richten sich die Blicke zudem auf die Ausschüttung. Vorgeschlagen ist eine Bardividende von 0,36 Dollar je Aktie für das Geschäftsjahr, zahlbar in vier Quartalen zu je 0,09 Dollar. Auf der Agenda stehen außerdem die Wiederwahl von Aufsichtsratsmitgliedern und die Erneuerung von Ermächtigungen für Aktienrückkäufe.

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