Strategy Aktie: Prämie weggeschmolzen

Strategy kaufte im März fast alle Unternehmens-Bitcoins, doch die Aktie verliert massiv an Wert. Die historische Prämie ist verschwunden, Anleger flüchten in die Dividendenaktie.

Strategy Aktie
Kurz & knapp:
  • Kaufte 94 Prozent aller Firmen-Bitcoins im März
  • Aktie verliert fast 60 Prozent im Jahresvergleich
  • Historische NAV-Prämie ist komplett verschwunden
  • Anleger weichen auf Vorzugsaktien mit Dividende aus

Strategy dominiert den Markt für Firmen-Bitcoins wie nie zuvor. Während andere Unternehmen im März massiv Bestände abbauten, kaufte der Softwarekonzern fast den gesamten Markt leer. Dennoch straft die Börse dieses aggressive Vorgehen ab, was zu einer historischen Verschiebung in der Bewertung des Unternehmens führt.

Gegen den Markttrend

Im März sicherte sich das Unternehmen 44.377 Bitcoin und zeichnete damit für 94 Prozent aller Unternehmenskäufe in diesem Monat verantwortlich. Diese massive Akkumulation steht in starkem Kontrast zum restlichen Sektor. Während Strategy über Aktienverkäufe frisches Kapital in Milliardenhöhe für neue Coins einsammelte, bauten andere Marktteilnehmer ihre Bestände deutlich ab:

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  • MARA Holdings reduzierte seine Position um 15.133 Bitcoin.
  • GameStop hinterlegte 4.709 Coins als Sicherheit und behielt nur einen einzigen Bitcoin.
  • Exodus Movement veräußerte 1.084 Bitcoin.

Trotz des unermüdlichen Aufbaus der Krypto-Reserven auf mittlerweile 762.099 Bitcoin belohnt der Aktienmarkt dieses Vorgehen nicht. Die Papiere verzeichnen seit neun Monaten in Folge negative Renditen. Mit einem aktuellen Kursniveau von rund 104 Euro hat der Titel auf Jahressicht fast 60 Prozent an Wert eingebüßt. Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung der Investoren ist der Buchverlust von rund 6,42 Milliarden US-Dollar, da der durchschnittliche Kaufpreis der Coins über dem aktuellen Marktwert liegt.

Flucht in die Dividende

Dieser Kursverfall hat fundamentale Auswirkungen auf die Struktur der Anlage. Der historische Bewertungsaufschlag (NAV-Prämie), der den Kauf der Aktie gegenüber einem direkten Bitcoin-Investment lange Zeit rechtfertigte, existiert nicht mehr. Das Papier wird mittlerweile unter dem Wert der gehaltenen Kryptowährungen gehandelt.

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Anleger reagieren auf diese neue Dynamik und schichten ihr Kapital zunehmend um. Auf der Suche nach Rendite weichen Investoren auf die Vorzugsaktien (STRC) des Unternehmens aus. Diese bieten durch monatliche Barausschüttungen eine zweistellige Dividendenrendite und ziehen laut CEO Phong Le mittlerweile rund 80 Prozent der Privatanleger an, während die Stammaktien an Attraktivität verlieren.

Blick auf die Bilanzen

Trotz der optisch schwachen Aktienperformance verfügt das Unternehmen über Barreserven von 2,25 Milliarden US-Dollar zur Deckung der laufenden Dividendenzahlungen. Der massiv wirkende Nettoverlust von 12,4 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2025 resultiert zudem fast ausschließlich aus den neuen FASB-Bilanzierungsregeln für unrealisierte Buchverluste und stellt keinen tatsächlichen Mittelabfluss dar. Konkrete Einblicke in die weitere Finanzierungskapazität und das Verhältnis zwischen Schulden und Vermögenswerten liefert der nächste Quartalsbericht, der am 4. Mai 2026 veröffentlicht wird.

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