Strategy Aktie: Trügerischer Aufwind?

Das Softwareunternehmen hat seinen zweitgrößten Bitcoin-Kauf des Jahres getätigt, sitzt aber auf erheblichen Verlusten. Die Finanzierung erfolgte größtenteils über Kapitalmaßnahmen.

Strategy Aktie
Kurz & knapp:
  • Zweitgrößter Bitcoin-Kauf im Jahr 2026 getätigt
  • Unternehmen verzeichnet signifikante Buchverluste
  • Finanzierung über Aktienverkäufe beschleunigt
  • Ausreichend Kapital für weitere Käufe vorhanden

Strategy Inc. treibt seine anlagenbasierte Strategie konsequent voran. Das Softwareunternehmen hat soeben seinen zweitgrößten Zukauf des Jahres getätigt und deutlich über eine Milliarde US-Dollar in Bitcoin investiert. Doch der unermüdliche Aufbau der Reserven hat einen Haken: Angesichts der aktuellen Marktlage sitzt der Konzern auf enormen Buchverlusten.

Zweitgrößter Kauf des Jahres

Aus einer aktuellen Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC geht hervor, dass das Unternehmen zwischen dem 2. und 8. März exakt 17.994 Bitcoin erwarb. Der Kaufpreis belief sich auf rund 1,28 Milliarden US-Dollar, was einem Durchschnittspreis von 70.946 US-Dollar pro Coin entspricht. Größer fiel in diesem Jahr lediglich eine Einzeltransaktion am 20. Januar aus.

Mit diesem jüngsten Schritt kontrolliert Strategy nun 738.731 Bitcoin. Das entspricht etwa 3,5 Prozent der maximalen Gesamtmenge der Kryptowährung.

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Hohe Bestände, rote Zahlen

Die gigantischen Reserven belasten aktuell jedoch die Bilanz. Die Gesamtinvestition des Unternehmens beläuft sich auf 56,04 Milliarden US-Dollar bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 75.862 US-Dollar. Da der Bitcoin-Kurs derzeit knapp unter der Marke von 68.000 US-Dollar notiert, ist der Gesamtwert der Bestände auf etwa 50 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Der Konzern verzeichnet somit einen signifikanten aggregierten Buchverlust.

Finanziert wurde der jüngste Erwerb größtenteils über den Kapitalmarkt. Etwa 900 Millionen US-Dollar stammten aus dem Verkauf von Stammaktien der Klasse A. Weitere 377 Millionen US-Dollar – rund 30 Prozent der Gesamtsumme – wurden durch den vergünstigten Verkauf von sogenannten „Stretch“-Vorzugsaktien eingenommen. Dies stellt eine deutliche Beschleunigung im Vergleich zur Vorwoche dar, als dieser Anteil lediglich bei drei Prozent lag.

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Finanzierungsprogramme sichern Liquidität

An der Börse spiegelt sich die angespannte Diskrepanz zwischen Kaufpreis und aktuellem Bitcoin-Wert wider. Nach einem Verlust von über 44 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten notiert die Aktie mit aktuell 122,85 Euro weit unter ihrem langfristigen 200-Tage-Durchschnitt.

Trotz des technischen Abwärtstrends der Aktie hält das Management an seiner dualen Struktur als Softwareanbieter und Bitcoin-Treasury fest. Mit verbleibenden Kapazitäten in zweistelliger Milliardenhöhe innerhalb seiner verschiedenen At-the-Market-Finanzierungsprogramme verfügt Strategy über ausreichend Kapital, um den Erwerb von digitalen Vermögenswerten in den kommenden Monaten lückenlos fortzusetzen.

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