Supermicro hat am Dienstag in Las Vegas eine Produktoffensive gestartet, die es in sich hat. Im Zentrum steht die neue Super AI Station (ARS-511GD-NB-LCC) – ein System, das erstmals den hochleistungsfähigen NVIDIA GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip in Desktop-Format packt. Das Ergebnis: Über fünfmal mehr KI-Rechenleistung als herkömmliche PCIe-basierte GPU-Workstations.
Die flüssigkeitsgekühlte Station richtet sich gezielt an KI-Entwickler, Start-ups und Forschungseinrichtungen, die keine traditionelle Server-Infrastruktur besitzen oder aus Kosten-, Datenschutz- und Latenzgründen keine Cloud-Dienste nutzen wollen. Mit 775 GB kohärentem Speicher lassen sich massive KI-Modelle lokal betreiben – eine komplette Lösung für Modellentwicklung, Feinabstimmung und Inferenz, alles vor Ort.
Breites Portfolio für jeden Einsatzzweck
Doch damit nicht genug. Supermicro präsentierte eine ganze Reihe neuer Systeme: Die Workstation SYS-542T-2R mit Intel Xeon 6 SoC Prozessoren punktet mit massiver Speicherkapazität und integrierter Media-Transcoding-Beschleunigung – ideal für Video-on-Demand, CDNs und Live-Streaming-Dienste.
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Für den Office- und Consumer-Bereich bringt der Konzern einen schlanken AI-PC (AS-C521D-11302U) mit aktuellen AMD-CPUs auf den Markt. Das minimalistische Design soll KI-Anwendungen sowohl im Büro als auch privat zugänglich machen.
Edge Computing im Fokus
Besonders interessant: die drei neuen Edge-AI-Systeme mit AMD EPYC 4005 Prozessoren. In drei verschiedenen Bauformen – kurzes 1U, kompaktes Mini-1U und schlanker Tower – liefern sie bis zu 16 Kerne für energieeffizientes Edge Computing. Die Systeme eignen sich perfekt für virtualisierte Workloads im Einzelhandel, in der Industrie 4.0 und Unternehmensanwendungen.
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Ein weiteres Highlight: Das lüfterlose Compact Edge System SYS-E103-14P-H mit Intel Core Ultra Series 3 Prozessor erreicht bis zu 180 Plattform-TOPS – prädestiniert für Robotik und KI-Anwendungen am Netzwerkrand.
Die Aktie des San José-Unternehmens (Marktkapitalisierung: 17,95 Milliarden Dollar) hat in den vergangenen sechs Monaten allerdings 38 Prozent eingebüßt. Analysten prognostizieren für das Geschäftsjahr 2026 dennoch ein beeindruckendes Umsatzwachstum von 65 Prozent. Die jüngste Produktoffensive könnte dem Kurs neuen Schwung verleihen – zumal Supermicro mit der In-House-Produktion in den USA, Taiwan und den Niederlanden auch die volle Kontrolle über die Lieferkette behält.
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