Swatch Aktie: Wood scheitert mit 79,6 Prozent

Swatch erlebt einen turbulenten Börsentag nach gescheitertem Aktionärsvorstoß und enttäuschender Produktvorstellung. Die Aktie verliert deutlich.

Swatch Aktie
Kurz & knapp:
  • Aktionär Wood scheitert mit Vorstoß
  • Neue Uhren-Kooperation enttäuscht Fans
  • Aktie fällt um fast sieben Prozent
  • Dividendenzahlung rückt in den Fokus

Swatch kommt nach einer Woche mit gemischten Signalen nicht zur Ruhe. Erst blockierte die Mehrheit der Aktionäre den Vorstoß des Aktivisten Steven Wood, dann sorgte die neue Kooperation „Royal Pop“ für Ernüchterung. Der Markt reagierte darauf mit Verkäufen.

Aktivist scheitert an der GV

Im Mittelpunkt stand die Generalversammlung am Dienstag. Wood, der über Greenwood Investors rund 0,5 Prozent hält, wollte in den Verwaltungsrat einziehen. Bei der Abstimmung der Inhaberaktionäre kam er auf 80,4 Prozent, insgesamt reichte es aber nicht: Mit 79,6 Prozent fiel sein Antrag durch.

Die Familie Hayek kontrolliert mehr als 40 Prozent der Stimmrechte und verhinderte den Einzug des Investors. Stattdessen wählte die Versammlung Andreas Rickenbacher mit 92,2 Prozent in den Verwaltungsrat. Der Ausgang dürfte die Debatte über die Führung und Kontrolle bei Swatch weiter anheizen.

„Royal Pop“ enttäuscht viele Anleger

Zusätzlich belastete die Vorstellung von „Royal Pop“ die Stimmung. Swatch und Audemars Piguet setzen bei dem Projekt auf eine limitierte Taschenuhr-Serie. Viele Fans hatten offenbar eher eine Armbanduhr erwartet.

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Kein Wunder, dass Anleger nervös reagierten. Am Mittwoch fiel die Inhaberaktie um rund 6,9 Prozent und schloss bei 193,05 Schweizer Franken. Die Gewinne seit Monatsbeginn sind damit zu einem guten Teil wieder verschwunden. Heute notiert die Aktie bei 222,00 Euro, nach 221,20 Euro am Vortag. Seit Jahresbeginn liegt sie trotzdem noch 21,58 Prozent im Plus.

Blick auf die Dividende

Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf den Dividendentermin. Für das laufende Jahr sind 4,50 Schweizer Franken je Aktie vorgesehen, der Ex-Dividenden-Tag ist für den 15. Mai angesetzt.

Offen bleibt, ob die Auseinandersetzung mit Wood noch juristische Folgen bekommt. Er erwägt nach seiner Niederlage eine einstweilige Verfügung. Für Swatch bleibt damit vorerst nicht nur die Produktkritik ein Thema, sondern auch die Frage, wie viel Ruhe die Governance-Struktur zulässt.

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