T1 Energy erlebt einen harten Stimmungsumschwung. Noch vor wenigen Tagen zogen Käufe von institutioneller Seite die Aktie an, jetzt dominiert ein scharfer Angriff eines Leerverkäufers das Bild.
Der Kurs schloss zuletzt bei 5,90 Euro. Auf Wochensicht liegt das Papier trotzdem noch 23,43 Prozent im Plus. Die Schwankungen zeigen, wie fragil das Vertrauen derzeit ist.
Vorwürfe gegen Regulierung und Lieferkette
Im Zentrum steht ein Report von Fuzzy Panda Research. Der Shortseller bezeichnet T1 Energy darin als „China Hustle“ und nicht als reines KI-Infrastruktur-Investment. Er stellt vor allem Fragen zu Regulierung, Compliance und der Lieferkette.
Besonders heikel sind die Hinweise auf Vorladungen durch das US-Justizministerium und die SEC. Dazu kommen Vorwürfe rund um die FEOC-Regeln für ausländische, sicherheitsrelevante Unternehmen. Nach Darstellung des Berichts soll Evervolt, eine Firma aus Singapur, als Zwischenstation für fortlaufende Verbindungen zu Trina Solar und chinesischen Staatsunternehmen dienen.
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Auch die Steuerseite steht im Fokus. T1 Energy hatte am 29. Dezember 2025 eine IP-Vereinbarung geschlossen. Der Bericht kritisiert, dass diese aus Sicht der Autoren nach einem IRS-Termin lag, der für solche Lizenzmodelle relevant sein soll. Zusätzlich geht es um 41,4 Millionen Dollar an Steuergutschriften, die im ersten Quartal verbucht wurden.
Produktion, Finanzierung und Gegenwind
Parallel dazu greift der Report den Zeitplan beim Werk G2_Austin an. Drohnenaufnahmen sollen auf einen Rückstand von 12 bis 18 Monaten hindeuten. Das wäre operativ brisant, weil es die hochgesteckten Wachstumspläne direkt treffen würde.
T1 Energy hält dennoch an seinem Ausblick für G1_Dallas fest. Für 2026 nennt das Unternehmen eine Produktion von 3,1 bis 4,2 Gigawatt. Für den ersten Bauabschnitt in Austin sucht der Konzern zudem rund 225 Millionen Dollar an Fremdfinanzierung und peilt den Abschluss im zweiten Quartal an.
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Der Markt preist die Unsicherheit schon ein. Mit 83,1 Millionen gehandelten Aktien lag das Volumen am 19. Mai weit über dem Dreimonatsdurchschnitt. Die Aktie sprang zunächst nach oben, nachdem bekannt wurde, dass Situational Awareness LP zehn Millionen Aktien gekauft hatte.
Dann kippte die Stimmung. Nach dem Intraday-Tief bei 6,08 Dollar schloss T1 Energy bei 6,88 Dollar. Die Aktie liegt damit noch unter dem Hoch von 7,95 Euro aus Ende Januar, aber klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 5,02 Euro. Die sehr hohe 30-Tage-Volatilität von 110,09 Prozent passt zum nervösen Handel.
Am Markt bleibt jetzt vor allem die Frage, wie belastbar die Wachstumsstory ohne die umstrittenen Steuergutschriften und bei laufenden Ermittlungen ist. Bis der Konzern seine Finanzierung für Austin im zweiten Quartal abschließt und die operative Entwicklung in Dallas sichtbarer wird, dürfte die Aktie stark auf neue Nachrichten reagieren.
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