Take-Two geht in eine ungewöhnlich dichte Nachrichtenwoche. Quartalszahlen, Spekulationen um GTA-VI-Vorbestellungen und ein öffentlicher Auftritt von CEO Strauss Zelnick fallen eng zusammen. Für die Aktie ist das mehr als Terminkalender-Rauschen: Die Erwartungen an das Geschäftsjahr 2027 könnten neu sortiert werden.
Am Freitag schloss der Titel bei 208,60 Euro. Auf Wochensicht steht ein Plus von 11,43 Prozent, seit Jahresanfang bleibt die Aktie aber noch 2,84 Prozent im Minus.
Drei Termine verdichten die Lage
Am 21. Mai legt Take-Two nach US-Börsenschluss die Zahlen für das Schlussquartal und das Gesamtjahr vor. Wenige Tage später tritt Zelnick auf der TD Cowen Technology, Media & Telecom Conference auf; geplant ist das Gespräch am 27. Mai.
Dazu kommt die Spekulation um GTA VI. Eine durchgesickerte Kampagnenmail von Best Buy deutet auf ein Vorbestellfenster vom 18. bis 21. Mai hin. Es soll sich um eine Promo-Aktion für Affiliate-Partner handeln; Nutzer in großen Gaming-Foren berichteten ebenfalls von entsprechenden E-Mails.
Für das Schlussquartal erwartet die Wall Street einen Gewinn je Aktie von 0,58 Dollar bei einem Umsatz von rund 1,55 Milliarden Dollar. Das wäre für sich genommen wichtig, aber nicht der Kern der Geschichte.
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Der Jahreswert bei den Nettobuchungen soll in einer Spanne von 6,65 bis 6,70 Milliarden Dollar liegen. Das entspräche einem Wachstum von etwa 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Blick richtet sich nach vorn. Entscheidend wird die erste Prognose für die Nettobuchungen im Geschäftsjahr 2027: Mehr als 9 Milliarden Dollar würden die Erwartungen an einen Rekordzyklus stützen, weniger als 8,5 Milliarden Dollar könnten optimistische Modelle unter Druck setzen.
Das Management will außerdem erstmals eine Pipeline über mehrere Jahre vorstellen. Damit bekommt der Markt mehr Stoff, um den Zeitraum nach dem GTA-VI-Start einzuordnen.
Preisfrage bei GTA VI
Ein weiterer Punkt gewinnt vor der Telefonkonferenz Gewicht: der Preis. Die Bank of America hat die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass GTA VI mit einem Preis von 80 Dollar starten könnte. Das wäre ein klares Signal, wie stark Take-Two seine Preissetzungsmacht einschätzt.
TD Cowen-Analyst Doug Creutz rechnet mit mehr als 40 Millionen verkauften Einheiten im ersten Jahr. Für das Geschäftsjahr 2028 erwartet er beim Live-Service-Anteil von GTA VI Nettobuchungen von rund 3 Milliarden Dollar.
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Parallel baut Take-Two sein Portfolio um. Das Indie-Label Private Division wird zurückgefahren, während die großen Marken den Takt vorgeben. Das passt zur aktuellen Börsenlogik: Weniger Breite, mehr Gewicht auf die größten Franchises.
Analysten sehen Luft nach oben
Im Analystenkonsens liegt das mittlere Kursziel bei 280 Dollar. Am oberen Ende der Spanne stehen 320 Dollar.
UBS führt Take-Two als bevorzugten Wert im US-Gamingsektor. Die Bank verweist auf bessere Sichtbarkeit bei wichtigen Veröffentlichungen und langfristige Monetarisierung; im eigenen Bewertungsmodell sieht sie rund 80 Prozent Potenzial, während die Markterwartungen eine CFROI-Abschwächung Richtung 9 Prozent implizieren, unter dem historischen Median von 13 Prozent.
Der zentrale Risikopunkt bleibt der Zeitplan. Rockstar hat bereits gezeigt, dass sich Timing kurzfristig ändern kann: Kurz vor einer früheren Telefonkonferenz wurde die Verschiebung von GTA VI auf November 2026 angekündigt.
Ein weiterer Aufschub würde die Erwartungskurve verlängern und die Basis für die Prognosen belasten. Take-Two braucht nicht nur einen starken Verkaufsstart, sondern eine Monetarisierung, die über Jahre trägt.
Die nächsten Marken sind klar: mögliche Vorbestellimpulse ab 18. Mai, Zahlen am 21. Mai und Zelnicks Konferenzauftritt am 27. Mai. Ein starker Ausblick würde die jüngste Rally unterfüttern; vorsichtige Buchungsziele würden den Kurslauf anfälliger machen.
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