Take-Two Aktie: KI-Abteilung geschlossen

Der Videospielkonzern Take-Two löst seine KI-Abteilung auf und setzt weiter auf menschliche Kreativität. Die Entscheidung fällt in eine Phase mit schwacher Aktienperformance und hohen Entwicklungskosten.

Take-Two Aktie
Kurz & knapp:
  • Auflösung der internen KI-Abteilung und Entlassungen
  • CEO Zelnick sieht KI nur als Effizienzwerkzeug
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn deutlich an Wert
  • Erwartung eines Gewinnrückgangs im kommenden Quartal

Während die Konkurrenz massiv in künstliche Intelligenz investiert, geht Take-Two Interactive einen anderen Weg. Der Videospielkonzern hat am Donnerstag seine interne KI-Abteilung komplett aufgelöst und den langjährigen Leiter Luke Dicken samt Team entlassen. Dieser strategische Schnitt verdeutlicht die Skepsis der Führungsetage gegenüber automatisierten Entwicklungsprozessen bei großen Spieletiteln.

Skepsis in der Chefetage

Die Entscheidung trägt die klare Handschrift von CEO Strauss Zelnick. Er betrachtet künstliche Intelligenz öffentlich primär als reines Effizienzwerkzeug – vergleichbar mit einem Taschenrechner – und weniger als Ersatz für menschliche Kreativität. Damit stellt sich das Unternehmen bewusst gegen den aktuellen Branchentrend, dem Konkurrenten wie Electronic Arts oder Square Enix mit steigenden KI-Investitionen folgen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Take-Two?

Die nun aufgelöste Abteilung bündelte Fachwissen für spezialisierte Entwicklertools, das größtenteils durch die milliardenschwere Übernahme von Zynga im Jahr 2022 ins Unternehmen integriert wurde. Zwar laufen laut Zelnick weiterhin Pilotprojekte im Bereich der generativen KI, der Fokus bei der Entwicklung kommender Blockbuster bleibt jedoch fest in menschlicher Hand.

Schwache Zahlen belasten den Kurs

Dieser personelle Umbau fällt in eine finanziell anspruchsvolle Phase, in der das Management die extrem hohen Entwicklungskosten für kommende Großprojekte ausbalancieren muss. Das spiegelt sich auch am Aktienmarkt wider: Nach einem Verlust von knapp 20 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier aktuell bei 171,80 Euro und damit deutlich unter seiner langfristigen 200-Tage-Linie.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Take-Two?

Analysten passen ihre Erwartungen an das aktuelle Umfeld an. So senkte Wells Fargo das Kursziel für die Aktie diese Woche leicht von 295 auf 293 US-Dollar, behielt aber die grundsätzliche Kaufempfehlung („Overweight“) bei.

Konkrete Antworten zur finanziellen Belastbarkeit liefert das Management am 15. Mai mit den Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Die Erwartungen des Marktes sind im Vorfeld gedämpft: Schätzungen gehen von einem deutlichen Gewinnrückgang von fast 47 Prozent auf 0,58 US-Dollar pro Aktie aus. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Nettoverlust von bis zu 369 Millionen US-Dollar, bevor im Folgejahr 2027 durch neue Veröffentlichungen ein Umsatzsprung auf über 9,2 Milliarden US-Dollar gelingen soll.

Take-Two-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Take-Two-Analyse vom 10. April liefert die Antwort:

Die neusten Take-Two-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Take-Two-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Take-Two: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Take-Two

Take-Two Jahresrendite