Hubertus Mühlhäuser zieht sich vorzeitig zurück. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Takkt AG kündigte auf der gestrigen Hauptversammlung seinen Rücktritt noch vor der nächsten ordentlichen Sitzung an – aus persönlichen Gründen. Bis ein Nachfolger gefunden ist, bleibt er im Amt.
Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Stuttgarter Spezialversandhändler kämpft. Die Aktie notiert bei 2,56 Euro – ein Minus von rund 68 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch bei 8,15 Euro. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 bezeichnete CEO Andreas Weishaar selbst als „nicht einfach“. Dennoch entlasteten die Aktionäre Vorstand und Aufsichtsrat mit deutlichen Mehrheiten.
„Takkt Forward“ gegen die Krise
Die strategische Antwort auf das schwache Jahr heißt weiterhin „Takkt Forward“. Das Programm zielt auf eine schlankere Kostenbasis und mehr Fokus ab. Kernelement: die Division „Industrial & Packaging“, die im Vorjahr rund 560 Millionen Euro umsetzte. Mitte Mai berief der Vorstand Helmar Hipp in die Führung, um das größte Segment wieder auf profitables Wachstum zu trimmen – mit mehr Vertriebsinitiativen und einem klaren Omnichannel-Kurs.
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Parallel dazu fahren die Stuttgarter finanziell auf Sicht. Für 2025 gibt es keine Dividende. Die Rücklage fließt in die Modernisierung von Systemen und Prozessen. Die Eigenkapitalquote liegt bei 50,6 Prozent, der Free Cash Flow bei 10,3 Millionen Euro – beides stabil, aber ausbaubar.
Prognose für 2026: Verhalten, aber bestätigt
Der Ausblick bleibt vorsichtig. Takkt erwartet ein organisches Umsatzplus von minus sieben bis plus drei Prozent, die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen zwei und fünf Prozent landen. Das Management setzt auf eine spürbare Erholung im zweiten Halbjahr. Die Analysten sehen das zwiespältig: Die mittelfristigen Margenziele von zehn Prozent gelten als ambitioniert, die Fokussierung auf das europäische Kerngeschäft als chancenreich.
Der Juli bringt Klarheit. Dann legt Takkt den Halbjahresbericht vor – und es zeigt sich, ob die Wende greift.
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