Lockheed Martin kauft Ultra Maritime für 3,45 Milliarden Dollar – und baut damit sein Geschäft mit Unterwasser-Technologie massiv aus. Der Rüstungskonzern holt sich einen Spezialisten für Sonar, Torpedo-Abwehr und autonome maritime Sensorik ins Haus.

Milliarden-Deal für Unterwasser-Kriegsführung

Der Kaufpreis liegt bei rund 3,45 Milliarden Dollar. Das entspricht etwa 2,8 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von Lockheed Martin. Ultra Maritime soll 2026 einen Umsatz von rund 784 Millionen Dollar erzielen – ein Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Zuschlag ging an Lockheed Martin, obwohl auch Thales Interesse signalisiert hatte. Nach Abschluss der Transaktion wird Ultra Maritime in die Sparte Rotary and Mission Systems (RMS) eingegliedert. Diese Division setzte 2025 rund 17,3 Milliarden Dollar um.

Strategische Integration

Lockheed Martin verfolgt mit dem Zukauf einen klaren Plan: Satelliten-gestützte Aufklärung und Unterwasser-Verteidigung sollen enger verzahnt werden. Die Übernahme folgt auf die Integration von Terran Orbital, einem Hersteller von Kleinsatelliten.

Der Schritt passt in ein größeres Bild. Die Rüstungsbranche konsolidiert sich derzeit rasant. Erst Ende Juni 2026 kündigte Rocket Lab die Übernahme von Iridium Communications für acht Milliarden Dollar an.

Marktreaktion und Ausblick

Die Nachricht schlug auf Plattformen für Privatanleger hohe Wellen. Das Nachrichtenaufkommen zu Lockheed Martin stieg um mehr als 580 Prozent. Der Aktienkurs gab am Montag leicht nach – minus zwei Prozent nach einer dreitägigen Erholungsphase.

Analysten von Citi stufen die Aktie mit „Kaufen“ ein und sehen ein Kursziel von 582 Dollar. Der Konzern sitzt auf einem Auftragsbestand von rund 194 Milliarden Dollar. Im Geschäftsjahr 2025 lag der freie Cashflow bei 6,9 Milliarden Dollar.

Im Juli 2026 legt Lockheed Martin die Quartalszahlen für das zweite Quartal vor. Dann dürfte auch klarer werden, wie schnell sich die jüngsten Übernahmen in die Konzernstruktur integrieren lassen.