Tesla beendete die Handelswoche mit einem herben Rückschlag. Ein dreifacher Gegenwind aus Produktverzögerung, regulatorischen Hürden und Zinssorgen ließ die Aktie am Freitag um 5,88 Prozent auf 339,20 Euro fallen. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 9,23 Prozent.
Roadster-Demo verschoben
Der nächste Meilenstein der Elektroauto-Pipeline verzögert sich erneut. Die Vorführung des neuen Tesla Roadsters, ursprünglich für Anfang Juni angesetzt, soll erst im August stattfinden. Für Anleger ist das ein Warnsignal. Sie setzen auf neue Modelle und autonome Fahrfunktionen, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen. Jede Verschiebung nagt an dieser These.
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Europa bremst bei autonomem Fahren
Hinzu kommen regulatorische Hürden. Interne Dokumente europäischer Behörden zeigen Skepsis gegenüber Teslas Sicherheitsversprechen für das „Full Self-Driving“-System. Eine schwedische Prüfbehörde äußerte Bedenken, weil das System Geschwindigkeitsbegrenzungen überschreiten darf. Die Niederlande erteilten zwar eine Zulassung für „FSD (Supervised)“. Für eine EU-weite Freigabe ist aber eine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedsstaaten nötig. Eine Entscheidung wird für das dritte Quartal erwartet – oder später.
Zusätzlich läuft in China eine Klage eines Fahrzeughalters wegen FSD-Werbung. Tesla arbeitet parallel an der Integration seiner Software mit lokalen Kartenpartnern. Internationale Hürden bremsen die Monetarisierung der Software-Dienste, ein zentraler Hebel für die langfristigen Margenziele des Konzerns.
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Gegenwind von den Märkten
Parallel dazu schwächelt der Kryptomarkt. Der Wert von Teslas Bitcoin-Beständen fiel im vergangenen Monat um rund 220 Millionen Dollar. Auch der US-Arbeitsmarktbericht vom Mai fiel besser aus als erwartet. Analysten rechnen nun mit länger hohen Zinsen. Ein Problem für wachstumsstarke Aktien wie Tesla.
Ausblick: Wichtige Termine im Juni
Die Anleger blicken jetzt auf den Termin für die Hauptversammlung. Institutionelle Aktionäre fordern Klarheit über das Datum. Zudem richten sich die Erwartungen auf die Auslieferungszahlen für das zweite Quartal. Technisch notiert die Aktie knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 340 Euro. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 41,2 Punkten. Hält die Marke von 340 Euro, zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Ein Unterschreiten könnte den Abwärtstrend verstärken.
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