Jahrelang prägten das Model S und das Model X das Premium-Image von Tesla. Nun zieht der Autobauer endgültig den Stecker bei seinen ältesten Fahrzeugen. Die frei werdenden Produktionskapazitäten sollen künftig eine völlig andere Vision von CEO Elon Musk bedienen.
Fokus verschiebt sich
Der schrittweise Rückzug kommt nicht überraschend. Die Nachfrage nach den einstigen Luxus-Aushängeschildern ist deutlich gesunken. Im Jahr 2025 machten beide Modelle zusammen nur noch rund drei Prozent der weltweiten Auslieferungen aus, wobei die Umsätze in einigen Quartalen um mehr als die Hälfte schrumpften. In Südkorea gilt bereits ein harter Bestellstopp zum 31. März 2026.
Die frei werdenden Fertigungslinien in den Fabriken werden nun umgerüstet. Tesla plant dort die Massenproduktion des humanoiden Roboters Optimus. Das Unternehmen verfolgt dabei das ehrgeizige Ziel, künftig eine Million Einheiten pro Jahr herzustellen.
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Europäisches Wachstum stützt
An der Börse wird dieser strategische Umbau robust aufgenommen. Die Aktie verzeichnete heute einen leichten Anstieg von 1,10 Prozent auf 336,00 Euro und trotzte damit dem schwächeren Gesamtmarkt. Gestützt wird diese Widerstandsfähigkeit durch erfreuliche Nachrichten aus Europa. Nach einem schwierigen Vorjahr verzeichnete Tesla dort im Februar 17.664 Neuzulassungen – ein Plus von fast zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht: Der chinesische Rivale BYD kam im gleichen Zeitraum auf fast 18.000 Zulassungen und ein dreistelliges Wachstum.
Neue Modelle in den Startlöchern
Während das Model X aus dem Sortiment verschwindet, bereitet Tesla bereits Alternativen für Familien vor. Auf dem Gelände der Giga Texas wurde kürzlich die Karosserie eines Model Y L gesichtet. Diese längere Variante mit sechs oder sieben Sitzen wird bislang nur in China gefertigt. Analysten rechnen damit, dass die US-Produktion Mitte 2026 anläuft.
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Parallel dazu sammelt der Cybertruck wichtige Pluspunkte bei den US-Behörden. Als aktuell einziger Pickup auf dem amerikanischen Markt sicherte er sich neben der 5-Sterne-Bewertung der NHTSA nun auch die höchste Sicherheitsauszeichnung des Instituts IIHS.
Abseits der reinen Fahrzeugproduktion treibt das Unternehmen seine industrielle Expansion weiter voran. Neue Pläne für das Gelände in Texas zeigen eine massive Erweiterung der Infrastruktur. Gleichzeitig verhandelt Tesla Berichten zufolge über den Kauf von Solaranlagen-Ausrüstung aus China im Wert von 2,9 Milliarden US-Dollar. Der Konzern richtet sich damit konsequent auf seine drei künftigen Säulen aus: margenstarke Massenfahrzeuge, Robotik und den Energiesektor.
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