Wenige Tage vor der entscheidenden Betriebsratswahl am 4. März im Tesla-Werk Grünheide spitzt sich der Konflikt zwischen dem US-Elektroautobauer und der IG Metall dramatisch zu. Elon Musk droht in einer firmeninternen Videobotschaft indirekt damit, den geplanten Ausbau der Gigafactory zu stoppen, sollte die Gewerkschaft die Wahl gewinnen. Die IG Metall reagiert scharf und wirft dem Tech-Milliardär vor, die rund 11.000 Beschäftigten einzuschüchtern.
Musk spielt mit Ängsten der Belegschaft
„Lassen Sie faire Betriebsratswahlen in Grünheide zu“, fordert Jan Otto, Bezirksleiter der IG Metall, in einem direkten Appell an Musk. Das Vorgehen sei „so durchschaubar wie undemokratisch“. Im Zentrum steht eine Videobotschaft, die das Handelsblatt zitierte. Darin lässt Musk durchblicken: „Die Dinge werden sicherlich schwieriger, wenn es sozusagen externe Organisationen gibt, die Tesla in die falsche Richtung drängen.“
Noch deutlicher wurde Werksleiter André Thierig bereits Mitte Februar. Er erklärte offen, dass er sich persönlich nicht vorstellen könne, dass die Entscheidungsträger in den USA den Ausbau vorantreiben würden, wenn die Wahl mehrheitlich Richtung IG Metall ausfalle. Bei der letzten Betriebsratswahl 2024 stellte die IG Metall zwar die größte Gruppe, die Sitzmehrheit ging jedoch an nicht gewerkschaftlich organisierte Vertreter.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Gerichtlicher Vergleich bringt Waffenruhe
Im Vorfeld der Abstimmung schlossen Tesla und die IG Metall vor dem Arbeitsgericht Frankfurt (Oder) einen Vergleich. Hintergrund war ein Streit über eine heimliche Tonaufnahme einer Betriebsratssitzung vom 10. Februar. Ein Gewerkschaftssekretär soll die Sitzung unerlaubt mit seinem Laptop aufgezeichnet haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.
Umgekehrt läuft auch ein Verfahren gegen Werksleiter Thierig nach einer Strafanzeige der IG Metall wegen übler Nachrede. Beide Seiten verpflichteten sich nun, bestimmte Vorwürfe bis zum Wahlabschluss nicht mehr zu wiederholen. „Jetzt können wir uns voll auf die Inhalte konzentrieren“, kommentierte Otto den Vergleich. „Es geht um bessere Arbeitsbedingungen in der Gigafactory – da gibt es viel zu tun.“
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Tarifvertrag bleibt Streitthema
Der Kern des Konflikts liegt tiefer: Die IG Metall fordert die Einführung eines Tarifvertrags und bessere Arbeitsbedingungen. Tesla lehnt dies ab und verweist auf angeblich höhere Entgelte als in der Branche üblich. Otto kontert die Ausbau-Drohungen nüchtern: „Solange die Verkaufszahlen runtergehen, wird Tesla überhaupt kein Werk bauen. Nicht hier und auch nicht anderswo.“
Die Aktie zeigt sich von den Turbulenzen unbeeindruckt und notierte zuletzt bei 406,64 Dollar mit einem Minus von 2,58 Prozent. Für Anleger bleibt abzuwarten, wie sich der Ausgang der Betriebsratswahl auf die langfristigen Expansionspläne des einzigen europäischen Tesla-Werks auswirken wird.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 26. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


