Tesla baut sein Energiegeschäft massiv aus. Eine neue Partnerschaft mit Sunrun und Renew Home soll flexible Stromkapazitäten von über 16 Gigawatt erschließen – primär für Rechenzentren und andere Großverbraucher. Die Ankündigung vom 24. Juni zeigt: Tesla will sich im Energiesektor breiter aufstellen, unabhängiger vom schwächelnden Autogeschäft werden.
Das dürfte nötig sein. Analysten erwarten für das zweite Quartal 2026 rund 406.000 ausgelieferte Fahrzeuge. Das wären 5,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet der Markt aber nur mit einem Wachstum von rund einem Prozent. Die Kernsparte tritt auf der Stelle.
Aktie unter Druck – Ausblick auf Juli
Am Freitag schloss die Tesla-Aktie bei 334,30 Euro, ein Plus von 1,35 Prozent. Ein schwacher Trost: Auf Sieben-Tage-Sicht gab das Papier 3,80 Prozent nach, über 30 Tage sogar 11,75 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf 10,59 Prozent. Auf Jahressicht liegt der Kurs immerhin 20 Prozent im Plus.
Das 52-Wochen-Hoch bei 424,10 Euro ist rund 21 Prozent entfernt. Zum Tief von 251,00 Euro fehlen gut 33 Prozent.
Am 22. Juli veröffentlicht Tesla die Zahlen zum zweiten Quartal. Der Termin gilt als nächster wichtiger Test für die Aktie.
Neue NHTSA-Untersuchung
Parallel läuft eine frische Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Auslöser: ein tödlicher Unfall mit einem Model 3 in Texas. Das Fahrzeug war in ein Wohnhaus gerast.
Tesla-Chef Elon Musk wies darauf hin, dass das hohe Tempo des Aufpralls nicht zum typischen Einsatzprofil des Full-Self-Driving-Systems passe. FSD ist für niedrige Geschwindigkeiten auf Nebenstraßen ausgelegt.
Die Kombination aus Energie-Expansion, schwächelndem Autogeschäft und andauernden regulatorischen Fragen prägt das Bild von Tesla im zweiten Halbjahr 2026. Der Energie-Deal gibt eine strategische Richtung vor. Ob sie reicht, um die Aktie nachhaltig zu stützen, wird sich am 22. Juli zeigen.
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