Die Pläne für eine Vereinigung der beiden wichtigsten Konzerne von Elon Musk nehmen Gestalt an. Sowohl der Elektroautobauer Tesla als auch das Raumfahrtunternehmen SpaceX haben spezielle Ausschüsse gebildet, um einen möglichen Zusammenschluss zu prüfen. Musk bezeichnete den Schritt persönlich als eine gute Idee, dämpfte jedoch übertriebene Erwartungen: Eine sichere Sache sei das Vorhaben keineswegs.
Hohe Bewertung und formelle Hürden
Die Initiative geht auf Forderungen von Anteilseignern zurück. Wegen möglicher Interessenkonflikte sitzt Musk selbst nicht in den eingesetzten Prüfungsgremien. Als Großaktionär beider Unternehmen bildet der Wert dieser Beteiligungen das Fundament seines Vermögens von geschätzt rund 920 Milliarden Dollar. Eine entscheidende Hürde liegt bei den Eigentümern: Für eine Umsetzung ist die Zustimmung von mindestens 50 Prozent aller Tesla-Aktionäre erforderlich.
Finanziell würde der Schritt alle bisherigen Unternehmenszusammenschlüsse in den Schatten stellen. SpaceX kommt an den Märkten auf eine Bewertung von mehr als 1,9 Billionen Dollar. Tesla bringt es auf rund 1,48 Billionen Dollar. Beide Bewertungen basieren in erheblichem Maße auf Zukunftserwartungen: Tesla forciert autonom fahrende Robotaxis und humanoide Roboter, während SpaceX sein Geld neben Raketenstarts mit dem Satellitendienst Starlink sowie KI-Rechenzentren erwirtschaftet.
Mögliche Übernahme durch SpaceX
Marktbeobachter von Barclays brachten jüngst ins Gespräch, dass eine Vereinbarung noch vor der anstehenden Jahreshauptversammlung von Tesla verkündet werden könnte. In diesem Szenario gilt SpaceX als der wahrscheinlichere Käufer. Konkrete Beschlüsse der Sonderausschüsse stehen vorerst aus, ehe ein detailliertes Angebot den Aktionären zur Abstimmung vorgelegt werden kann.
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