Texas Instruments beendet eine turbulente Handelswoche mit einem deutlichen Kursplus. Massive Kapitalzuflüsse in einen großen Technologie-ETF stützen das Papier des Halbleiterherstellers. Die Aktie fängt damit die Verluste durch eine weitreichende Index-Umstellung wieder auf.

Der US-Konzern profitierte am Donnerstag von einem starken Kapitalzufluss. Der JPMorgan Nasdaq Equity Premium Income ETF verzeichnete Investitionen über 519 Millionen US-Dollar. Texas Instruments gehört dabei zu den wichtigsten Treibern für die jüngste Performance des Fonds.

ETF-Käufe stützen den Kurs

Dieser Aufwind war für die Aktionäre dringend nötig. Erst am Dienstag verlor das Papier über drei Prozent an Wert. Auslöser war die Streichung aus den Russell-Indizes für Substanzwerte und defensive Titel. Inzwischen notiert die Aktie wieder bei 272,75 Euro.

Der Wechsel in die dynamischen Russell-Wachstumsindizes löste zunächst technische Verkäufe aus. Parallel dazu rutschte der Kurs kurzzeitig unter wichtige Durchschnittslinien. Die massiven Käufe durch den JPMorgan-ETF wirkten dieser Entwicklung jedoch erfolgreich entgegen.

Insider ziehen Kapital ab

Trotz der aktuellen Erholung bleiben Marktbeobachter wachsam. In den vergangenen 90 Tagen veräußerten Insider über 300.000 Aktien des Unternehmens. Das Volumen dieser Verkäufe beläuft sich auf rund 85,7 Millionen US-Dollar.

Finanzvorstand Rafael Lizardi trennte sich im Mai von fast 36 Prozent seiner Anteile. Ein Relative-Stärke-Index von 55,7 deutet derweil auf ein neutrales Momentum hin. Der Kurs hält sich stabil über dem längerfristigen Durchschnitt der letzten 200 Tage.

KI-Boom befeuert die Prognosen

Fundamental setzt das Unternehmen konsequent auf den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz. Während Grafikprozessoren die Schlagzeilen dominieren, liefert Texas Instruments die notwendige Analogtechnik für Rechenzentren. Der Umsatz in diesem Segment stieg im ersten Quartal um 90 Prozent.

Für den im Juli anstehenden Quartalsbericht rechnen Analysten mit einem Gewinn je Aktie von 1,90 US-Dollar. Der erwartete Umsatz liegt bei 5,22 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen profitiert dabei von seiner hohen Eigenfertigungsquote von rund 80 Prozent.

Texas Instruments schüttet zudem eine Quartalsdividende von 1,42 US-Dollar aus. Die jährliche Rendite liegt damit bei rund 1,9 Prozent. Das Management hält trotz steigender Abschreibungen für den Fabrikausbau an seiner Strategie fest. Die kommenden Quartalszahlen liefern den nächsten harten Beleg für die Belastbarkeit dieses Wachstums.