Texas Instruments greift tief in die Tasche. Der Chipgigant aus Dallas schnappte sich gestern Silicon Labs für satte 7,5 Milliarden Dollar – die größte Übernahme seit der National Semiconductor-Akquisition vor 15 Jahren. Mit 231 Dollar pro Aktie zahlt Texas Instruments eine Prämie von 69 Prozent auf den letzten unberührten Schlusskurs. Die Anleger reagieren gespalten: Während Silicon Labs vorbörslich um 24 Prozent hochschoss, gab die Texas Instruments-Aktie 3,5 Prozent nach.
Die Rechnung ist einfach. Texas Instruments will seine Marktposition bei eingebetteten Wireless-Lösungen ausbauen – ein Wachstumsmarkt, der von der zunehmenden Vernetzung aller Geräte profitiert. Silicon Labs hat hier über das letzte Jahrzehnt eine starke Stellung aufgebaut und konnte seit 2014 durchschnittlich 15 Prozent Umsatzwachstum pro Jahr liefern.
Synergien als Hauptargument
Das Management verspricht Kosteneinsparungen von rund 450 Millionen Dollar jährlich binnen drei Jahren nach Abschluss. Der Clou: Texas Instruments kann die Produktion von Silicon Labs von externen Auftragfertigern in die eigenen hochmodernen Fabriken verlagern. Die 300-Millimeter-Werke in den USA bieten nicht nur mehr Kontrolle über die Lieferketten, sondern auch niedrigere Kosten durch Skaleneffekte.
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Die Transaktion soll bereits im ersten vollen Jahr nach Abschluss den Gewinn je Aktie steigern – Transaktionskosten nicht eingerechnet. Texas Instruments will den Deal mit vorhandener Liquidität und neuen Schulden finanzieren. Eine Finanzierungsbedingung gibt es nicht.
Zeitplan bis 2027
Der Vollzug ist für die erste Jahreshälfte 2027 geplant, abhängig von regulatorischen Freigaben und der Zustimmung der Silicon Labs-Aktionäre. Sollte Texas Instruments den Deal platzen lassen, werden 499 Millionen Dollar Entschädigung fällig. Umgekehrt müsste Silicon Labs 259 Millionen Dollar zahlen.
Mit dem Zukauf erweitert Texas Instruments sein Portfolio um etwa 1.200 Produkte für drahtlose Konnektivität. Die Kombination aus Silicon Labs‘ Mixed-Signal-Expertise und der eigenen Analog- und Embedded-Processing-Stärke soll vor allem bei Industriekunden und im Smart-Home-Bereich punkten.
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