Starkes Wachstum, schwacher Kurs: Bei The Platform Group passt die Börsenstimmung derzeit nicht zu den operativen Zielen. Das Düsseldorfer Softwareunternehmen wirbt auf dem Frankfurter Equity Forum um institutionelle Investoren. Parallel drückt die Aktie weiter unter wichtige technische Marken. Die geplante AEP-Integration macht den Fall interessant, aber auch erklärungsbedürftig.
Kursbild bleibt angeschlagen
Am Dienstag schloss die Aktie bei 2,79 Euro und lag damit deutlich unter ihrer wichtigen Durchschnittslinie. Vom 52-Wochen-Hoch bei 5,50 Euro ist der Kurs fast halbiert.
Das Chartbild liefert damit wenig Rückenwind. Der Markt bewertet nicht nur das Wachstum, sondern auch die nächste Finanzierungsrunde der Expansion. Genau dort liegt der wunde Punkt.
Operativ läuft das Geschäft
Die schwache Börsenphase trifft auf starke operative Daten. Das Bruttowarenvolumen stieg 2025 um 44 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro.
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Auch der Umsatz zog kräftig an. Der Nettoumsatz legte um 39 Prozent auf 728 Millionen Euro zu. Das spricht für eine deutlich größere Plattformbasis.
Beim Ergebnis fiel der Zuwachs noch stärker aus. Das bereinigte EBITDA stieg um 65 Prozent auf 55 Millionen Euro. Die operative Marge erreichte 7,6 Prozent.
Diese Zahlen erklären, warum das Unternehmen derzeit aktiv um Vertrauen wirbt. Das Wachstum ist sichtbar. Der Kurs zeigt aber, dass der Kapitalmarkt noch nicht bereit ist, die nächste Stufe einfach einzupreisen.
AEP wird zum Schlüsselthema
Der nächste große Hebel ist die geplante Übernahme der AEP GmbH. Das Bundeskartellamt gab den Zukauf im März frei. Das Closing erwartet das Management bis zum Ende des zweiten Quartals.
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Mit AEP würde The Platform Group in eine neue Größenordnung rücken. Bei vollständiger Integration stellt der Vorstand einen Pro-forma-Nettoumsatz von 2,0 Milliarden Euro in Aussicht. Das bereinigte EBITDA soll dann zwischen 90 und 100 Millionen Euro liegen.
Operativ wäre das ein deutlicher Sprung. Der Markt schaut aber auf die Struktur der Finanzierung. Das Management will im Laufe des Mai erklären, wie sich Eigen- und Fremdkapital verteilen. Die Finanzierung soll über drei bis fünf Jahre laufen.
Ohne AEP-Effekte bleibt der Ausblick ebenfalls ambitioniert. Für 2026 peilt The Platform Group ein Bruttowarenvolumen von 1,7 Milliarden Euro an. Das bereinigte EBITDA soll zwischen 70 und 80 Millionen Euro liegen.
Ende Mai sollen die Zahlen zum ersten Quartal folgen. Dann rücken vor allem zwei Punkte nach vorn: die Finanzierung der AEP-Transaktion und die Frage, ob das operative Wachstum genug Vertrauen für eine Stabilisierung der Aktie schafft.
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