The Trade Desk baut seine programmatischen Werbefunktionen weiter aus. Mit „Koa Agents“ startet das Unternehmen ein KI-System, das komplexe Abläufe im Media Buying automatisieren soll. Der Schritt passt zu einem Markt, in dem Werbekunden Effizienz suchen und zugleich mehr Kontrolle über ihre Kampagnen behalten wollen.
KI greift in den Workflow ein
Koa Agents soll Media Pläne entwerfen, Kampagnen aufsetzen und Probleme mit Creatives erkennen helfen. Dafür nutzt The Trade Desk Anthropics Claude-Modell über das Open Agentic Kit. Das System soll technische Arbeit abnehmen, die finale Freigabe bleibt aber beim Menschen.
Genau diese Mischung ist der Punkt. The Trade Desk setzt nicht auf vollautonome Werbung, sondern auf einen Assistenten mit erklärbaren Arbeitsschritten. Das dürfte für größere Budgets wichtig sein, weil Marketer Automatisierung wollen, aber keine Black Box.
Parallel dazu arbeitet der Konzern weiter an technischen Partnerschaften. Im Mai integrierte The Trade Desk auch Truthset, um verifizierte Zielgruppen mit dem UID2-Rahmen zu verbinden. Ziel ist weniger Streuverlust bei Werbung über CTV, Mobile und Web.
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Aktie bleibt unter Druck
An der Börse kommt die Nachricht in einer schwierigen Phase. Die Aktie gab am 17. Mai um 3,1 Prozent nach. Der Kurs liegt bei 18,19 Euro und damit nur knapp über dem Freitagsschluss von 18,15 Euro.
Seit Jahresanfang steht ein Minus von 43,41 Prozent zu Buche. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich der Rückgang sogar auf 73,22 Prozent. Der Titel notiert damit weit unter seinen gleitenden Durchschnitten und nur rund 5,94 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 17,17 Euro.
Zinsdruck belastet die Bewertung
Der Rücksetzer hängt nicht nur mit dem Unternehmen selbst zusammen. Neue Inflationsdaten aus den USA trieben die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen auf ein 10-Monats-Hoch von 4,49 Prozent. Das dämpfte die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen und belastete wachstumsstarke Tech-Werte.
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Hinzu kommen gemischte Quartalszahlen. Der Umsatz lag mit 689 Millionen Dollar über den Erwartungen, beim Gewinn je Aktie verfehlte The Trade Desk mit 0,28 Dollar aber die Konsensschätzung von 0,32 Dollar. Für das zweite Quartal stellte das Unternehmen mindestens 750 Millionen Dollar Umsatz in Aussicht. Auch das lag teils unter den Markterwartungen.
Mehrere Häuser haben daraufhin ihre Einschätzung gesenkt, darunter HSBC, William Blair, KeyBanc und Oppenheimer. Der Markt preist damit nicht nur schwächere Erwartungen ein, sondern auch die Frage, wie schnell die neue KI-Offensive in Ergebnisse übersetzt werden kann.
Der nächste Prüfstein bleibt das operative Wachstum. Wenn Koa Agents und die neuen Identitätslösungen mehr Effizienz bei Kunden bringen, kann das die Fantasie zurückbringen. Bis dahin dominiert an der Börse der Gegenwind aus Zinsen, vorsichtigeren Prognosen und einem weiter angeschlagenen Chart.
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