Die Ankündigung von Publicis Groupe, LiveRamp zu übernehmen, treibt die Kurse unabhängiger Ad-Tech-Plattformen nach oben. The Trade Desk legte am Dienstag im US-Handel 5,3 Prozent zu und schloss bei 22,59 Dollar. Auch Wettbewerber profitierten: Criteo stieg um 0,9 Prozent, Viant um 2,0 Prozent.
Branchenkonsolidierung als Kurstreiber
Die Analysten von DA Davidson sehen einen Trend: Werbeholding-Gesellschaften suchen gezielt nach Übernahmen im programmatischen Werbebereich. Das verschiebt die Stimmung zugunsten unabhängiger Plattformen. Investoren wetten darauf, dass The Trade Desk von dieser Entwicklung langfristig profitieren könnte.
Allerdings bleibt der Gesamttrend düster. Auf Jahressicht verlor die Aktie über 72 Prozent. Der aktuelle Kurs von 18,90 Euro liegt mehr als 75 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 77,60 Euro. Der Relative-Stärke-Index von 34,1 deutet auf eine überverkaufte Situation hin.
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Zahlen und Analysten im Zwiespalt
Die jüngsten Quartalszahlen liefern ein gemischtes Bild. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 688,9 Millionen Dollar – knapp 1,5 Prozent über den Erwartungen. Der Ausblick für das zweite Quartal fiel jedoch enttäuschend aus: Nur 8 Prozent Wachstum sind prognostiziert, rund 4 Prozentpunkte unter den vorherigen Schätzungen.
Die Analystenmeinungen zum Unternehmen gehen weit auseinander:
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- DA Davidson: 29 Dollar (Kaufen)
- Benchmark: 30 Dollar
- Evercore ISI: 27 Dollar
- Wedbush: 21 Dollar
- Cantor Fitzgerald: 20 Dollar
Risiken und Perspektiven
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 24,2 – für ein Unternehmen mit verlangsamtem Wachstum kein Schnäppchen. Marktbeobachter nennen zwei Hauptrisiken: verstärkte Audits der programmatischen Lieferketten durch Werbeagenturen und die starke Abhängigkeit vom Connected-TV-Geschäft.
Strategische Partnerschaften mit Disney, Netflix und Roku stützen indes die Position im CTV-Markt. Die Frage ist, ob diese Stärke ausreicht, um den Gegenwind aus steigenden Renditen und nachlassender Wachstumsdynamik zu kompensieren. Der 50-Tage-Durchschnitt von 20,72 Euro liegt bereits 8,8 Prozent über dem aktuellen Kurs – ein Indiz für den anhaltenden Abwärtsdruck.
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