Während die traditionelle Stahlsparte unter Importdruck leidet, entwickelt sich das Rüstungsgeschäft zum finanziellen Anker für Thyssenkrupp. Die Marinetochter TKMS baut ihre Kapazitäten massiv aus. Im Zentrum der Strategie steht die ehemalige Kreuzfahrtwerft in Wismar.
Rund 200 Millionen Euro fließen in den Standort an der Ostsee. Dort entsteht eine moderne Hybridanlage für die parallele Fertigung von U-Booten und Überwasserschiffen. Bei entsprechender Auftragslage plant das Unternehmen bis Ende 2029 mit rund 1.500 neuen Arbeitsplätzen.
Verzögerung beim Kanada-Auftrag
Die Investitionen sind direkt auf das kanadische U-Boot-Programm ausgerichtet. Im Rennen um den 37 Milliarden Euro schweren Auftrag verlangt die Regierung in Ottawa weitreichende Nachbesserungen. TKMS und der südkoreanische Konkurrent Hanwha Ocean müssen ihre überarbeiteten Konzepte bis zum 29. April einreichen.
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Kanada pocht auf einen umfassenden Technologietransfer und verbindliche lokale Partnerschaften. Die endgültige Entscheidung über die zwölf arktistauglichen U-Boote der 212CD-Klasse fällt voraussichtlich zwischen Mai und Juni.
Fregatten als zweites Standbein
Parallel dazu rückt ein heimisches Großprojekt in den Fokus. Beim deutschen F127-Fregattenprogramm gilt TKMS als einziger verbliebener Anbieter. Ein Zuschlag würde das Unternehmen absichern, falls das Kanada-Geschäft an die asiatische Konkurrenz geht. Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt am 24. Juni über die Finanzierung ab.
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Operativ liefert die Rüstungstochter, an der Thyssenkrupp noch die Mehrheit hält, eine solide Basis. Im ersten Quartal erwirtschaftete TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro. Daraufhin hob das Management die Jahresprognose an und rechnet nun mit einer Marge von über sechs Prozent. Der Auftragsbestand beläuft sich auf rund 20 Milliarden Euro.
Schwache Kursentwicklung
An der Börse spiegelt sich die operative Stärke der Tochtergesellschaft derzeit nicht im Mutterkonzern wider. Die Thyssenkrupp-Aktie notiert aktuell bei 8,97 Euro und rutschte damit deutlich unter ihren langfristigen Durchschnitt. Auf Wochensicht verlor der Titel rund drei Prozent. Ein technischer Indikator wie der RSI signalisiert mittlerweile ein fast überverkauftes Niveau.
Die nächsten Wochen liefern konkrete Katalysatoren für den Aktienkurs. Nach der Einreichung der überarbeiteten Kanada-Angebote Ende April folgt am 12. Mai der nächste Geschäftsbericht von Thyssenkrupp. Ein starkes Zahlenwerk der Marinetochter ist dann zwingend nötig, um die schwache Entwicklung der Stahlsparte bilanziell abzufedern.
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