Thyssenkrupp liefert im zweiten Geschäftsquartal einen starken Gewinnsprung. Parallel dazu trübt sich der Ausblick ein. Das schwierige Marktumfeld zwingt den Konzern zu einer Korrektur der Umsatzziele.
Einsparungen treiben den Gewinn
Der Umsatz sank leicht auf knapp 8,4 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte massiv von 19 auf 198 Millionen Euro. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet. Das strenge Sparprogramm zeigt Wirkung.
Die Folge: CEO Miguel López passt die Jahresziele an. Der Industriekonzern erwartet nun einen Umsatzrückgang von bis zu drei Prozent. Zuvor war sogar ein leichtes Plus möglich. Die Gewinnprognose bleibt unangetastet.
Harter Schnitt bei der Stahlsparte
Ausgerechnet das kriselnde Stahlgeschäft trug stark zum Ergebnis bei. Gesunkene Kosten für Rohstoffe und Energie entlasteten die Bilanz. Die Verselbstständigung der Sparte bleibt das Hauptziel. Dafür plant das Management harte Einschnitte.
Bis zu 11.000 der rund 26.000 Stellen im Stahlbereich fallen weg oder werden ausgelagert. Das verursacht hohe Restrukturierungskosten. Um Überkapazitäten abzubauen, will Thyssenkrupp seine Anteile an den Hüttenwerken Krupp Mannesmann an Salzgitter verkaufen. Den Abschluss strebt der Konzern zum 1. Juni an.
Katalysatoren für die Aktie
An der Börse kommt der Umbaukurs gut an. Die Aktie schloss am Mittwoch bei 10,39 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Plus von knapp 20 Prozent auf der Anzeigetafel.
Ein weiterer Kurstreiber könnte aus Kanada kommen. Die Marinesparte TKMS hofft auf einen U-Boot-Auftrag mit einem Wert von über zehn Milliarden US-Dollar. Thyssenkrupp konkurriert hier mit Hanwha Ocean. Die Vergabeentscheidung fällt voraussichtlich zwischen Mai und Juni 2026.
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