Vier Tage. So lange bleibt CEO Miguel López Zeit, um sich zu einem milliardenschweren Angebot zu positionieren, das Thyssenkrupp grundlegend verändern würde. Am Mittwoch, dem 29. April, läuft die Frist ab — und die Märkte warten.
Die Aktie schloss den Freitag mit einem Minus von 1,72 Prozent bei 8,82 Euro. Auf Jahressicht hat das Papier rund neun Prozent verloren und notiert mehr als zehn Prozent unter seinem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI liegt bei knapp 31 — technisch überverkauft, was kurzfristige Gegenbewegungen nicht ausschließt.
Marinesparte liefert, Stahl bleibt das Problem
Aus der Verteidigungssparte kommen klare positive Signale. Brasilien plant die Bestellung von vier zusätzlichen Fregatten bei Thyssenkrupp Marine Systems. Flankiert wird das durch rund 200 Millionen Euro Investitionen in die Werft Wismar. Die Marinesparte, seit Oktober 2025 börsennotiert und zu 51 Prozent noch im Konzernbesitz, entwickelt damit eine eigenständige Dynamik.
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Anders das Bild bei der Stahltochter. Berichte vom Samstag deuten darauf hin, dass das Management beim geplanten Teilverkauf an den indischen Jindal-Konzern zögert. Ungeklärte Pensionslasten von rund 2,4 Milliarden Euro bremsen die Verhandlungen — und damit auch den angestrebten Weg zur 50/50-Joint-Venture-Lösung mit EPCG.
37 Milliarden Euro als Wendepunkt
Das eigentliche Spannungsfeld liegt woanders: Ein Angebot im Volumen von 37 Milliarden Euro steht zur Entscheidung. Details, was genau auf dem Tisch liegt und wer dahintersteckt, gehen aus dem Quelltext nicht vollständig hervor — klar ist aber, dass der Markt bis Mittwoch eine Antwort erwartet. Barclays hält das Kursziel bei 9,00 Euro und verweist auf geopolitische Risiken sowie schwankende Stahlnachfrage als Belastungsfaktoren.
Am 12. Mai folgt der Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2026 — dann werden Zahlen zeigen, wie weit die Transformation zur Finanzholding tatsächlich trägt.
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