TKMS Aktie: 1,17 Milliarden Umsatz im Halbjahr

TKMS steigert Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr, hält an Jahresprognose fest. Die strategische Zukunft der Kieler Werft bleibt vorerst ungeklärt.

TKMS Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatz steigt auf 1,17 Milliarden Euro
  • Bereinigtes EBIT legt um 14 Prozent zu
  • Auftragsbestand erreicht 20,6 Milliarden Euro
  • Entscheidung zu German Naval Yards offen

TKMS liefert Zahlen, die zum politischen Umfeld passen. Regierungen bestellen mehr, die Auftragsbücher sind voll, und das U-Boot-Geschäft läuft besser. Trotzdem geht es jetzt nicht nur um operative Stärke. Der Marineschiffbauer muss zeigen, wie viel Konsolidierung er sich leisten will.

Halbjahr stützt die Prognose

Im ersten Halbjahr 2025/26 steigerte TKMS den Umsatz auf 1,17 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT erreichte 60 Millionen Euro.

Der Fortschritt kommt nicht aus Zufall. Das U-Boot-Geschäft verbesserte sich spürbar, auch Atlas Electronics trug mehr bei. Damit nutzt TKMS ein Umfeld, in dem Verteidigungsbudgets in vielen Ländern steigen.

Der Umsatz legte um zehn Prozent zu, das bereinigte EBIT um 14 Prozent. Der Auftragsbestand liegt bei 20,6 Milliarden Euro. Das Neugeschäft ging zwar zurück, die vorhandenen Bestellungen geben aber weiter viel Sichtbarkeit.

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Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Der Umsatz soll im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Die bereinigte operative Marge soll mehr als sechs Prozent erreichen. Im Halbjahr lag sie bei 5,1 Prozent.

Werftenfrage wird strategisch

Neben dem laufenden Geschäft prüft TKMS größere Schritte. Mit der spanischen Werft Navantia gibt es eine Absichtserklärung für eine Zusammenarbeit im U-Boot-Bau. Eine Übernahme von Navantia steht dabei nicht auf der Agenda.

Mehr Spannung steckt in Kiel. TKMS hat Anfang Januar ein unverbindliches Angebot für German Naval Yards Kiel abgegeben. Rheinmetall ist mit einem ebenfalls nicht bindenden Angebot in den Prozess eingestiegen.

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Die Werft liegt auf dem TKMS-Gelände. Operativ kann ein Zugriff daher Sinn ergeben, weil Abläufe enger verzahnt werden könnten. Konzernchef Oliver Burkhard machte aber klar, dass TKMS nicht bereit sei, „jeden Preis der Welt zu zahlen“. Das klingt nach Preisdisziplin. Kein Wunder, dass der Markt genau hinhört.

Aktie erholt sich spürbar

Die Aktie legt am Mittwoch auf 79,20 Euro zu. Das entspricht einem Tagesplus von 3,80 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Gewinn von 9,09 Prozent.

Ganz aufgeholt ist die Schwäche damit nicht. Über 30 Tage liegt der Titel noch 11,01 Prozent im Minus. Seit Jahresanfang bleibt allerdings ein Plus von 14,37 Prozent stehen. Der Kurs liegt weiter unter dem kurzfristigen Durchschnitt, was die Erholung relativiert.

Operativ bleibt TKMS gut unterfüttert, strategisch steigt die Komplexität. Hebt TKMS die Marge Richtung Ziel und bleibt bei GNYK preisdiszipliniert, wird die Wachstumsstory robuster. Ein teurer Zukauf oder schwächere Profitabilität würden den Abstand zwischen starkem Auftragsbuch und Börsenbewertung dagegen vergrößern.

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