Der Auftragsbestand von TKMS hat die Marke von 20 Milliarden Euro überschritten — und genau das zwingt den Konzern zum Handeln. Die bestehenden Werften stoßen an ihre Grenzen. Die Antwort: ein 200-Millionen-Euro-Programm, das den Standort Wismar grundlegend verwandeln soll.
Bis Ende 2029 entsteht in Mecklenburg aus einer ehemaligen Kreuzfahrtschiff-Anlage eine moderne Hybridproduktionsstätte, die Sektionen, U-Boote und Fregatten fertigen kann. Der Teilbetrieb soll noch 2026 anlaufen. Bereits zu Jahresbeginn nahmen über 140 neue Mitarbeiter ihre Arbeit auf, womit die Belegschaft vor Ort auf mehr als 400 Personen anwuchs. Mittelfristig plant TKMS bis zu 1.500 Arbeitsplätze — abhängig von der Auftragslage.
Solide Basis, wachsende Prognose
Das erste Quartal 2026 lieferte die Zahlen, die diesen Ausbau untermauern. TKMS erzielte einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer verbesserten Bruttomarge von 17 Prozent. Das Management hob die Jahreswachstumsprognose daraufhin auf bis zu fünf Prozent an. Ein Folgeauftrag aus Norwegen trug dazu bei, den Auftragsbestand über die 20-Milliarden-Schwelle zu heben.
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Parallel sichert der Bundestag die Auslastung im Heimatmarkt: Rund 240 Millionen Euro aus dem Sondervermögen der Bundeswehr fließen in die Kapazitätssicherung für die MEKO A-200 DEU-Fregatten. Das Programm dient als Brückenlösung für das verzögerte F126-Projekt und könnte TKMS bei bis zu acht Schiffen ein Volumen von rund acht Milliarden Euro einbringen.
Kanada und Indien als Großprojekte am Horizont
Zwischen Mai und Juni 2026 entscheidet Kanada über zwölf konventionelle U-Boote — ein Auftrag mit einem Volumen von bis zu 37 Milliarden Euro. TKMS bewirbt sich mit der 212CD-Klasse, einziger Konkurrent ist das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean. Ein Zuschlag würde die Wismarer Werft für ein Jahrzehnt auslasten. Um die Chancen zu verbessern, schloss TKMS zuletzt Partnerschaften mit kanadischen Unternehmen wie CAE, Magellan Aerospace und Marmen — da bei internationalen Rüstungsprojekten lokale Wertschöpfung oft den Ausschlag gibt.
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In Indien läuft es ebenfalls: TKMS ist als einziger verbleibender Bieter in aktiven Abschlussverhandlungen für das Projekt 75, das sich derzeit in einer finanziellen Prüfungsphase befindet.
Ergänzend baut TKMS ein Servicegeschäft im Indo-Pazifik auf. Eine Absichtserklärung mit dem singaporeanischen Partner ST Engineering, unterzeichnet am 24. März 2026, soll die langfristige Einsatzbereitschaft von U-Booten der Republic of Singapore Navy und weiterer TKMS-Kunden sicherstellen. Servicegeschäft generiert planbarere Einnahmen als projektgetriebenes Neugeschäft — eine strukturelle Diversifizierung, die die Abhängigkeit von einzelnen Großaufträgen reduziert.
Am 11. Mai 2026 veröffentlicht TKMS die nächsten Quartalszahlen. Anleger erhalten dann konkrete Hinweise, ob sich der Rekordauftragsbestand bereits in steigenden Margen niederschlägt — wenige Wochen bevor in Kanada die Entscheidung über den größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte fällt.
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