Bis zu 37 Milliarden Euro, zwölf U-Boote, eine Entscheidung im Juni — das Canadian Patrol Submarine Project ist einer der größten Rüstungsaufträge, die in diesem Jahrzehnt vergeben werden. TKMS und Hanwha Ocean liefern sich dabei einen Wettbewerb, der längst über den Schiffbau hinausgeht.
Weltraum als Zünglein an der Waage
TKMS kooperiert mit dem deutschen Raketenstart-Unternehmen Isar Aerospace. Gemeinsam wollen sie eine souveräne Weltraumstartkapazität in Kanada aufbauen. TKMS-Vertriebschef Thomas Keupp beziffert das Potenzial auf mehr als 10 Milliarden kanadische Dollar an inländischer Wertschöpfung. Isar Aerospace soll dafür eine lokale Tochtergesellschaft gründen und Arbeitsplätze in Nova Scotia schaffen.
Hanwha konterte prompt. Der südkoreanische Konzern unterzeichnete ein Memorandum of Understanding mit dem kanadischen Raumfahrt-Startup Reaction Dynamics. Das Muster ist klar: Beide Bieter wissen, dass Kanada nicht nur U-Boote kauft — sondern wirtschaftliche Souveränität.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?
Elbit-Allianz mit Schatten
Im Mai vereinbarten TKMS und das israelische Verteidigungsunternehmen Elbit Systems in Kiel eine erweiterte strategische Zusammenarbeit. Die Vereinbarung umfasst Meerestechnik, elektronische Verteidigung und integrierte Sicherheitslösungen.
Die Kooperation trägt allerdings ein Risiko. Die Nato-Beschaffungsagentur NSPA schloss Elbit im vergangenen Jahr von neuen Vergabeverfahren aus — Hintergrund sind Ermittlungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Beschaffungsprojekten. Wie Kanada das bewertet, bleibt offen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei TKMS?
Volle Auftragsbücher, volle Agenda
TKMS steht nicht nur in Kanada vor einer Weichenstellung. Im Juni stimmt der Haushaltsausschuss des Bundestags über das F127-Fregattenprogram ab — Volumen: 26,2 Milliarden Euro. TKMS gilt als einziger verbliebener Bieter. Ferner laufen Verhandlungen mit dem indischen Staatskonzern Mazagon Dock Shipbuilders über sechs U-Boote im Wert von rund acht Milliarden Euro.
Das operative Fundament ist solide. Im zweiten Quartal 2026 wuchs der Umsatz um zehn Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT stieg um 14 Prozent bei einer Marge von 5,1 Prozent. Der Auftragsbestand kletterte auf 20,6 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr peilt TKMS eine bereinigte EBIT-Marge von über sechs Prozent an.
Die Aktie spiegelt die Erwartungen wider. Mit einem Plus von knapp 20 Prozent seit Jahresbeginn und einem RSI von 32 liegt sie technisch im überverkauften Bereich — rund 17 Prozent unter dem Januarhoch von 100,60 Euro. Die Vergabeentscheidung in Kanada im Juni dürfte den nächsten Impuls setzen.
TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 26. Mai liefert die Antwort:
Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


