TKMS baut sein kanadisches U-Boot-Geschäft weiter aus. Der Rüstungskonzern hat mit OSI Maritime Systems ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um eine Zusammenarbeit beim Canadian Patrol Submarine Project zu prüfen. Konkret geht es um eine mögliche Integration der Navigationssoftware ECPINS von OSI in die Plattformen von TKMS.
Herausforderndes Jahr, langer Zeitplan
Der Weg zu diesem Punkt war offenbar kein leichter. Der Vorstandschef von TKMS bezeichnete das vergangene Jahr im Ringen um den kanadischen U-Boot-Auftrag laut der Canadian Press als „toughest experience“ seines Lebens.
Der Zeitplan, den TKMS in seinem Angebot für Kanada nennt, ist entsprechend langfristig angelegt: Die erste U-Boot der Klasse 212CD soll demnach 2033 an Kanada gehen, eine vollständige Flotte erst bis 2043 stehen. Das kanadische Patrol-Submarine-Programm kann laut Unternehmensangaben bis zu zwölf U-Boote umfassen – TKMS war bereits als bevorzugter Bieter für dieses Programm ausgewählt worden.
Parallel zum Kanada-Geschäft zeigt sich TKMS auch in Europa gesprächsbereit. Laut Naval News erklärte das Unternehmen, grundsätzlich offen für eine Beteiligung von Rheinmetall an der zweiten Tranche der MEKO-A-200-Fregatten für die Deutsche Marine zu sein. Eine solche Öffnung könnte helfen, ein weiteres Großprojekt für die deutsche Marine zeitgerecht abzuwickeln, ohne dass TKMS allein die volle Fertigungslast trägt.
Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch
Die Bewertungen der Analysten fielen zuletzt unterschiedlich aus, tendieren aber überwiegend positiv. Bernstein Research stufte die Aktie am 13. August auf „Outperform“ hoch und hob das Kursziel von 76 auf 125 Euro an – ein deutlicher Sprung gegenüber der vorherigen, verhalteneren Einschätzung des Hauses vom Vortag.
Die Deutsche Bank bestätigte am selben Tag ihre „Buy“-Einstufung mit einem Kursziel von 112 Euro. Auch mwb research beließ die Aktie am 20. August auf „Kauf“ und verwies auf den langfristig abgesicherten Auftragsbestand des Konzerns.
Kursbild bleibt volatil
An der Börse zeigt sich die Aktie nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Wochen konsolidiert. Zum Schluss des Donnerstagshandels stand das Papier bei 91,30 Euro, nach einem Plus von 14 Prozent auf Monatssicht.
Vom 52-Wochen-Hoch, das am 14. August markiert wurde, notiert die Aktie derzeit 16 Prozent entfernt. Die Bewegung fällt in eine Phase, in der TKMS operativ mehrere Baustellen parallel bearbeitet – von der Auftragslage in Kanada über die mögliche Fregattenkooperation mit Rheinmetall bis zur technischen Integration mit Partnern wie OSI Maritime Systems.
Für Anleger bleibt entscheidend, wie sich die zahlreichen Absichtserklärungen und Partnerschaften in feste Aufträge übersetzen lassen. Der Zeithorizont bis 2043 für die vollständige kanadische Flotte zeigt, dass hier Geduld gefragt ist – auch wenn kurzfristige Nachrichten wie das aktuelle Memorandum mit OSI Maritime Systems die Investmentstory weiter untermauern.
TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 28. August liefert die Antwort:
Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

