Die Abspaltung von ThyssenKrupp trägt erste Früchte, und das Timing hätte kaum besser sein können. Pünktlich zur ersten Hauptversammlung als eigenständiges Unternehmen meldet der Marineschiffbauer einen entscheidenden Durchbruch bei einem gigantischen U-Boot-Projekt in Indien. Während die Auftragsbücher bereits so voll sind wie nie zuvor, schraubt der Vorstand nun auch die Prognose für das laufende Jahr nach oben.
Megadeal kurz vor Abschluss
Unmittelbar vor dem Aktionärstreffen am vergangenen Freitag sorgte eine Nachricht aus Neu-Delhi für Aufsehen. Die indische Marine hat die entscheidenden Kostenverhandlungen für den Bau von sechs diesel-elektrischen U-Booten abgeschlossen. Das Projektvolumen ist gewaltig: Das zuständige Komitee legte den Wert auf umgerechnet 8 bis 9 Milliarden US-Dollar fest.
Die Boote, basierend auf einer Weiterentwicklung der Klasse 214, sollen in Kooperation mit der staatlichen Werft Mazagon Dock Shipbuilders gefertigt werden. Dieser operative Fortschritt untermauert die Wachstumsstory des erst im Oktober an die Börse gegangenen Unternehmens massiv und dürfte die internationale Wettbewerbsposition deutlich stärken.
Rekordaufträge und höhere Prognose
Bereits ohne den Indien-Deal platzen die Auftragsbücher aus allen Nähten. Zum Ende des ersten Quartals (31. Dezember 2025) erreichte der Bestand eine neue Bestmarke von 18,7 Milliarden Euro. Treiber waren unter anderem weitere Bestellungen aus Norwegen für das 212CD-Programm.
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Diese komfortable Ausgangslage erlaubt es dem Management, offensiver zu planen. Nach einem starken Geschäftsjahr 2024/25, in dem das bereinigte EBIT um 53 Prozent auf 131 Millionen Euro kletterte, wurde die Umsatzprognose für das laufende Jahr angehoben. Der Vorstand erwartet nun ein Erlöswachstum von zwei bis fünf Prozent bei einer bereinigten Marge von über sechs Prozent. Mittelfristig soll die Marge sogar die Sieben-Prozent-Marke knacken.
Konsolidierung nach der Rallye
Trotz der fundamentalen Stärke legte die Aktie zuletzt eine Verschnaufpause ein. Nach einem beeindruckenden Lauf von über 36 Prozent seit Jahresanfang gaben die Papiere in der vergangenen Woche um rund 3,5 Prozent nach und notieren aktuell bei 94,50 Euro.
Dieser Rücksetzer erscheint angesichts der langfristigen Perspektiven als technische Korrektur. Mit einem RSI von 32,4 nähert sich der Titel bereits wieder dem überverkauften Bereich. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 100,60 Euro beträgt derzeit gut sechs Prozent, was den Spielraum für eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends verdeutlicht.
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Expansion und nächste Entscheidung in Kanada
Um die Abarbeitung der Auftragsflut zu gewährleisten, investiert TKMS kräftig. Über 200 Millionen Euro fließen in den Standort Wismar, der als Hybridwerft für U-Boote und Fregatten ausgebaut wird. Bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen.
Der Blick richtet sich nun nach Nordamerika. In Kanada steht das Unternehmen mit seinem Joint Venture im Rennen um das „Canadian Patrol Submarine Project“. Hier geht es um bis zu zwölf U-Boote und ein geschätztes Volumen von über zehn Milliarden Euro. Eine Entscheidung wird in den kommenden Monaten erwartet und könnte, ähnlich wie das Indien-Projekt, als nächster Katalysator für den Aktienkurs wirken.
Fazit: Dividende in Sicht
Die Transformation zum eigenständigen MDAX-Konzern verläuft operativ nach Plan. Mit der Aussicht auf die erste Dividendenzahlung im Jahr 2027 und einer angestrebten Ausschüttungsquote von bis zu 50 Prozent gewinnt die Aktie auch für einkommensorientierte Anleger an Attraktivität. Die nächsten Wochen bleiben entscheidend: Sollte nach der Einigung in Indien auch der Zuschlag aus Kanada folgen, müsste die Bewertung des Unternehmens wohl neu diskutiert werden.
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