Bundeskanzler Merz und Verteidigungsminister Pistorius reisten Mitte März ins norwegische Bardufoss — nicht für einen Routinebesuch, sondern um Kanada von einer der größten Rüstungsentscheidungen der NATO-Geschichte zu überzeugen. Im Zentrum: thyssenkrupp Marine Systems und ein U-Boot-Auftrag im Wert von rund 37 Milliarden Euro.
Der Wettbewerb um Kanadas U-Boot-Flotte
Kanada will seine veraltete Victoria-Klasse durch bis zu zwölf neue konventionelle U-Boote ersetzen. TKMS bietet dafür die Type 212CD an und hat gemeinsam mit Norwegen ein rund 1.500 Seiten starkes Angebot bei der kanadischen Rüstungsbeschaffungsbehörde eingereicht. Der einzige Konkurrent ist das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean.
Beide Angebote wurden am 2. März eingereicht. Das Bieterverfahren schließt Anfang April, eine Entscheidung wird für Ende Juni erwartet.
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Das Bardufoss-Treffen machte die geopolitische Dimension des Projekts deutlich. Merz argumentierte, NATO-Partner sollten Ausrüstung gemeinsam beschaffen — eine Spitze in Richtung Südkorea. Norwegen erhöhte seine eigene Bestellung auf sechs Boote vom Typ 212CD, was deutsche Regierungsvertreter als „starkes Signal an Kanada“ werteten. Kanadas Premier Carney hielt sich bedeckt und verwies auf die laufende Abschlussphase des Verfahrens.
TKMS setzt zusätzlich auf lokale Verankerung: Teaming Agreements mit der Dalhousie University und der University of British Columbia sollen kanadische Forschungskapazitäten in das Projekt einbinden.
Starke operative Basis, volle Auftragsbücher
Unabhängig vom Ausgang des Kanada-Verfahrens steht TKMS operativ solide da. Der Auftragsbestand erreichte zuletzt rund 18,7 Milliarden Euro — ein Rekordwert, der den norwegischen Folgeauftrag über zwei zusätzliche U-Boote noch nicht enthält. Mit diesem Auftrag überschreitet der Bestand inzwischen die Marke von 20 Milliarden Euro.
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Die angehobene Jahresprognose spiegelt das wider: TKMS erwartet für das Geschäftsjahr 2025/26 nun ein Umsatzwachstum von 2 bis 5 Prozent sowie eine bereinigte EBIT-Marge von über 6 Prozent. Mittelfristig sind rund 10 Prozent jährliches Umsatzwachstum und eine Marge von über 7 Prozent das Ziel. Die erste Dividende ist für 2027 geplant.
Weitere Großprojekte ergänzen die Pipeline: Im deutschen F-127-Fregatten-Programm ist TKMS der einzige verbliebene Bieter. In Indien laufen Verhandlungen über ein U-Boot-Abkommen, das bei Abschluss das weltweit teuerste konventionelle Rüstungsgeschäft dieser Art wäre — die Unterzeichnung verschiebt sich allerdings ins neue indische Fiskaljahr.
Am Markt steht die Aktie trotz des starken Jahresauftakts von knapp 29 Prozent seit Jahresbeginn unter kurzfristigem Druck. Mit rund 89 Euro notiert der Titel gut 11 Prozent unter seinem Allzeithoch von 100,60 Euro vom Januar. Am 11. Mai folgen die nächsten Quartalszahlen — kurz darauf wird die kanadische Vergabeentscheidung erwartet, die den Wachstumspfad des Konzerns für die kommenden Jahre maßgeblich prägen wird.
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