TotalEnergies erweitert sein technologisches Portfolio über die reine Energieversorgung hinaus. Die Tochtergesellschaft TotalEnergies Lubrifiants stellte gestern die sogenannte Coolant Keep Plate vor. Diese passive Schutztechnologie wurde konzipiert, um die Sicherheit von Lithium-Ionen-Batterien mit Immersionskühlung im laufenden Betrieb zu verbessern.
Der Vorstoß verdeutlicht die Bestrebungen des Konzerns, sich neben dem Kerngeschäft im Bereich spezialisierter Komponenten für elektrische Speichersysteme zu positionieren. Zugleich sichert das Unternehmen seine industriellen Abläufe im traditionellen Förderbereich weiter ab.
Verträge für Upstream und Bohrplanung
In der Erschließung und Förderung greift TotalEnergies auf langfristige Partnerschaften zurück. Mit dem Dienstleister SLB vereinbarte der Konzern eine 15-jährige Zusammenarbeit, die den Einsatz von Bohrplanungs- und Engineering-Lösungen der DrillPlan-Plattform für das weltweite Upstream-Portfolio vorsieht.
Parallel dazu vergab das Unternehmen einen Großauftrag an Vallourec. Der Auftrag umfasst die Lieferung von mehr als 16.000 Tonnen an Rohrprodukten, die bei der Erschließung des Absheron-Gasfelds in Aserbaidschan zum Einsatz kommen sollen.
Auch auf dem französischen Heimatmarkt setzt das Unternehmen flankierende Schritte um. Laut einem Bericht von Bloomberg senkt TotalEnergies die Straßendieselpreise in Frankreich um rund 0,10 Euro je Liter. Die Maßnahme umfasst zudem vergünstigte Diesel- und Heizölpreise für berechtigte Kundengruppen im Zeitraum vom 1. November bis zum 31. Januar und wird von einer Beteiligung an der staatlichen Freigabe strategischer Dieselreserven begleitet.
Geteilte Reaktionen im Vorfeld der Quartalszahlen
An der Wall Street zog die jüngste Entwicklung Neubewertungen nach sich. TD Cowen senkte gestern das Kursziel für die TotalEnergies-Aktie von $108 auf $105, beließ die Einstufung jedoch auf „Buy“. Am Donnerstag hatte JPMorgan das Kursziel von 83 Euro auf 85 Euro angehoben und das Votum auf „Neutral“ belassen.
An den Märkten hielt sich der Titel stabil. Zum Handelsschluss am Dienstag notierte das Papier bei 79,53 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 41 Prozent und bewegt sich damit nahe an ihrem 52-Wochen-Hoch von 81,36 Euro. Wesentliche Impulse für die weitere Bewertung erwarten Marktteilnehmer am 29. Oktober 2026, wenn der Konzern seine Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegt.
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