Die Übernahmeschlacht um Toyota Industries geht in die Verlängerung – und wird immer hässlicher. Der US-Investor Elliott Management machte am Freitag unmissverständlich klar: Bei den aktuellen Bedingungen wird er seine Anteile nicht in das verlängerte Übernahmeangebot einbringen. Mehr noch: Elliott fordert andere Aktionäre auf, bereits eingereichte Papiere zurückzuziehen.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Bis zum ursprünglichen Fristende am Donnerstag hatten lediglich 33,1 Prozent der Aktionäre ihre Papiere angedient – deutlich unter der erforderlichen Schwelle von 42,01 Prozent der Minderheitsaktionäre. Elliott rechnet vor: Das entspricht weniger als jedem fünften unabhängigen Minderheitsaktionär. Eine überwältigende Ablehnung des Angebots.
Toyota-Konsortium erhöht Druck
Das bietende Konsortium rund um Toyota Motor reagierte mit einer Verlängerung der Angebotsfrist bis zum 2. März. Toyota Asset Preparatory, die für das Angebot verantwortliche Gesellschaft, begründet den Schritt mit dem Wunsch, Aktionären eine weitere Gelegenheit zur Entscheidung zu geben.
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Die Toyota-Gruppe hatte ihr ursprüngliches Angebot von 16.300 Yen je Aktie im Januar auf 18.800 Yen erhöht. Doch selbst dieser aufgestockte Preis stößt bei Elliott auf entschiedene Ablehnung. Der Investor argumentiert, das Angebot bewerte Toyota Industries erheblich unter Wert und sei von wesentlichen Verfahrensmängeln beeinträchtigt.
Aktienkurs reagiert mit Rekordlauf
Ironischerweise entwickelt sich die Aktie selbst zum besten Argument gegen das Übernahmeangebot. Nach Bekanntgabe der Fristverlängerung am Donnerstag sprang der Kurs deutlich an. Am Freitagmorgen notierte das Papier zeitweise bei 20.355 Yen – einem Allzeithoch und damit klar über dem gebotenen Preis von 18.800 Yen.
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Für die Toyoda-Familie, die ihre Kontrolle über den Automobilkonzern durch die Übernahme stärken will, wird die Situation zunehmend heikel. Toyota Industries hält 9 Prozent an Toyota Motor sowie Beteiligungen an weiteren Konzerngesellschaften. Die Transaktion gilt als Lackmustest für Corporate Governance in Japans bedeutendstem Konzern.
Elliott ließ durchblicken, dass Toyota Fudosan noch immer die Gelegenheit habe, in gutwillige Gespräche mit unabhängigen Minderheitsaktionären einzutreten. Die Zeit bis zum 2. März dürfte turbulent werden.
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