TransDigm schlägt zu – und wie. Der Flugzeugkomponenten-Hersteller aus Cleveland hat am 16. Januar 2026 die Übernahme von zwei Aftermarket-Spezialisten für rund 2,2 Milliarden Dollar in bar vereinbart. Ziele sind Jet Parts Engineering und Victor Sierra Aviation Holdings, beide im Portfolio von Vance Street Capital. Inklusive Steuervorteile bewegt sich der Deal in dieser Größenordnung.
Was steckt hinter den Übernahmezielen?
Jet Parts Engineering, kurz JPE, sitzt in Seattle und entwickelt sowie fertigt proprietäre OEM-Alternative Teile – hauptsächlich für kommerzielle Airlines, Regionalflieger und Frachtcarrier. Mit rund 300 Mitarbeitern an Standorten in den USA und Großbritannien erwirtschaftet JPE nahezu alle Umsätze im kommerziellen Aftermarket.
Victor Sierra Aviation Holdings, kurz VSA, konzentriert sich auf General Aviation und Business Aviation. Das Unternehmen vereint bekannte Marken wie McFarlane Aviation und Tempest Aero Group unter einem Dach. VSA beschäftigt etwa 400 Mitarbeiter, hauptsächlich in Kansas, North Carolina und Illinois. Auch hier stammen fast 100 Prozent der Erlöse aus dem Aftermarket-Geschäft.
Zusammen brachten es beide Firmen im Kalenderjahr 2025 auf einen Umsatz von rund 280 Millionen Dollar. Mike Lisman, CEO von TransDigm, zeigt sich zufrieden: Die hochentwickelten, proprietären Teile böten Fluggesellschaften eine echte Alternative zu OEM-Produkten – und beide Unternehmen wüchsen erfreulich.
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Strategischer Schachzug oder teure Wette?
TransDigm verfolgt seit jeher eine klare Linie: Zukäufe von hochmargigen Aftermarket-Anbietern. Die neuen Akquisitionen passen ins Bild. Beide Firmen liefern Komponenten, die nicht von den Originalherstellern stammen – ein Geschäftsfeld mit attraktiven Margen. Konzernchef Lisman betont, die beiden Unternehmen sollen eigenständig unter dem TransDigm-Dach operieren. Das entspricht der bewährten Dezentralisierungsstrategie des Konzerns.
Chairman Nick Howley ergänzt: TransDigm besitze bereits umfangreiche PMA-Aktivitäten in bestehenden Geschäftseinheiten. Die Übernahmen seien eine logische Fortsetzung dieser Strategie. Seit der Gründung nutze TransDigm sein breites Luft- und Raumfahrt-Know-how, um Aftermarket-Kunden technisch überlegene Produkte anzubieten.
Doch der Preis hat es in sich. Bei einem Umsatz von 280 Millionen Dollar zahlt TransDigm das knapp Achtfache – keine Schnäppchen-Bewertung. Allerdings handelt es sich um hochprofitable Geschäfte mit Bruttomargen, die sich sehen lassen können. TransDigm selbst weist Bruttomargen von über 60 Prozent aus – ein Indiz dafür, dass ähnlich gelagerte Geschäfte durchaus ihren Preis haben.
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Wie reagiert die Börse?
Die Aktie zeigte sich im vorbörslichen Handel am 16. Januar 2026 nahezu unbeeindruckt. Bei rund 1.437 Dollar notierte das Papier minimal im Plus – ein Zeichen dafür, dass Anleger die Transaktion bereits eingepreist haben oder zumindest keine Überraschung darin sehen. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 80,7 Milliarden Dollar gehört TransDigm zu den Schwergewichten der Branche.
Das KGV liegt bei 44,65 – eine Bewertung, die hohe Wachstumserwartungen reflektiert. Analysten prognostizieren für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzplus von zwölf Prozent. Die jüngsten Quartalszahlen für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2025 übertrafen die Erwartungen: Ein Gewinn je Aktie von 10,82 Dollar statt erwarteter 10,07 Dollar, Erlöse von 2,44 Milliarden Dollar statt prognostizierter 2,4 Milliarden.
Der Deal steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen in den USA sowie üblicher Abschlussbedingungen. Wann genau die Transaktion vollzogen wird, bleibt offen. TransDigm setzt indes seine Einkaufstour fort – erst kürzlich hatte der Konzern die Übernahme von Stellant Systems für rund 960 Millionen Dollar verkündet.
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