Der Halbleitermarkt wächst, und TSMC wächst schneller. Im ersten Quartal 2026 erzielte der taiwanische Auftragsfertiger einen Umsatz von 35,9 Milliarden US-Dollar — ein Plus von gut 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahlen belegen, wie stark der KI-Boom direkt in TSMCs Auftragsbücher fließt.
Margen auf Rekordniveau
Die Profitabilität ist bemerkenswert. Die Bruttomarge lag bei 66,2 Prozent, die operative Marge bei 58,1 Prozent. Fortschrittliche Prozesse — 7 Nanometer und kleiner — machten 74 Prozent des Wafer-Umsatzes aus. Allein der 3-Nanometer-Knoten steuerte 25 Prozent bei.
Das Management hat die Jahresziele nach oben angepasst. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet TSMC nun ein Umsatzwachstum von mehr als 30 Prozent in US-Dollar. Für das laufende Quartal prognostiziert der Konzern zwischen 39,0 und 40,2 Milliarden Dollar — getragen von anhaltend starker Nachfrage nach KI-Chips.
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Apple bleibt, A16 kommt
Trotz erster Gespräche zwischen Apple und Intel über einzelne Chipaufträge bleibt TSMC der zentrale Fertigungspartner für Apples A- und M-Serie. Der Grund liegt in TSMCs proprietären Packaging-Technologien wie InFO und CoWoS. Diese Verfahren sind für Leistung und Effizienz der Apple-Chips entscheidend — und lassen sich nicht kurzfristig ersetzen.
Parallel treibt TSMC den Übergang ins Angström-Zeitalter voran. Die A16-Prozesstechnologie mit neuer „Super Power Rail“-Architektur für die rückseitige Stromversorgung soll im vierten Quartal 2026 in die Massenproduktion gehen. Gegenüber dem verbesserten 2-Nanometer-Knoten verspricht A16 entweder 8 bis 10 Prozent mehr Leistung oder 15 bis 20 Prozent weniger Stromverbrauch.
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Investitionen am oberen Ende
TSMC steuert seine Investitionsausgaben für 2026 auf das obere Ende der angekündigten Spanne von 52 bis 56 Milliarden Dollar zu. Das Geld fließt vor allem in den Ausbau der Kapazitäten für 2-Nanometer-Prozesse und darüber hinaus. Treiber sind die massiven KI-Infrastrukturausgaben der globalen Cloud-Anbieter, die in diesem Jahr zusammen über 725 Milliarden Dollar in KI-Investitionen stecken sollen.
Mit einem Marktanteil von rund 64 Prozent im Foundry-Segment hat TSMC eine strukturelle Stärke, die kurzfristig kaum angreifbar ist. Die Aktie spiegelt das wider: Seit Jahresbeginn legte sie rund 26 Prozent zu und notiert mit 343,50 Euro deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Innerhalb eines Jahres hat sich der Kurs mehr als verdoppelt — das 52-Wochen-Tief von 168,60 Euro liegt weit zurück.
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